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Gerichtsmediziner am Tatort in Altenfeld.

Vater ersticht zwei Kinder

Familiendrama in Altenfeld: Jugendamt rechtfertigt sich

Das zuständige Jugendamt steht nach der Bluttat in Altenfeld in der Kritik. Nun haben die Zuständigen Stellung dazu bezogen, warum die Kinder beim Vater bleiben durften.

Altenfeld/Arnstadt - Nach der Bluttat in Altenfeld im Süden Thüringens hat das zuständige Jugendamt seine Entscheidung verteidigt, die drei Kinder in der Obhut des Vaters zu belassen. Hintergrund ist, dass der 27-Jährige, der am Donnerstag die Jungen im Alter von einem, drei und vier Jahren niedergestochen haben soll, zwei Tage zuvor seine Ehefrau krankenhausreif geschlagen hatte. Damals habe die Polizei das Jugendamt informiert, bestätigte das Landratsamt am Freitag in Arnstadt. Es habe aber keine Anzeichen auf Gewalt des Vaters gegen seine Kinder gegeben. Die Situation habe sich beruhigt und auch auf den Wunsch der Mutter hin durften die Kinder daheim beim Vater bleiben. Die Mutter selbst wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Familie war den Angaben zufolge dem Jugendamt schon seit Dezember 2016 bekannt. Damals sei es um Hilfe bei der Suche nach einer Kinderbetreuung gegangen, weil der Vater, der sich zuvor intensiv um die Kinder gekümmert habe, wieder arbeiten gehen wollte. „Bei dieser Kontaktaufnahme ging es zu keinem Zeitpunkt um häusliche Gewalt oder Kindeswohlgefährdung“, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Auch übernahm das Amt die Weiterfinanzierung einer Familienhebamme.

„Die häusliche Situation war nach unseren Erkenntnissen geordnet, es bestanden keinerlei Auffälligkeiten.“ Erst Ende Mai habe das Jugendamt über die Hebamme von Konflikten zwischen den Eheleuten erfahren und das Gespräch gesucht. Danach habe es aber keinen Anlass für weitere Maßnahmen gegeben.

Bilder vom Tatort des Familiendramas in Altenfeld

dpa

Zuvor war bereits ein mögliches Motiv für die Tat bekannt geworden. Die Mutter der Kinder wollte sich vom Täter trennen.

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