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Unbekannte stürmten ein Restaurant in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch

Unbekannte stürmen Restaurant

Behörden: Schusswechsel und Geiselnahme in Bangladesch

Dhaka/Washington - Laut ortsansässigen Behörden haben Unbekannte ein spanisches Restaurant in der Hauptstadt von Bangladesch gestürmt und Geiseln genommen.

Unbekannte haben ein Restaurant in der Hauptstadt von Bangladesch angegriffen. Mindestens acht Angreifer stürmten laut Behörden in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) das spanische Restaurant „Holey Artisan Bakery“ im Diplomatenviertel von Dhaka und nahmen Personal und Gäste als Geiseln. Laut Augenzeugen zündeten sie mehrere Sprengsätze und feuerten Schüsse in dem Lokal ab. Es gab demnach auch Schusswechsel mit der Polizei. Ein Großaufgebot aus Polizei und Sicherheitskräften riegelte das Gebiet um das Restaurant ab. Der Hintergrund der Attacke ist unklar.

In Washington bestätigte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, dass es in Dhaka einen Angriff gegeben habe. Es sei noch nicht klar, was passiert sei. Die US-Botschaft vor Ort warnte vor einem Schusswechsel und forderte dazu auf, sichere Orte aufzusuchen und die Berichterstattung in den lokalen Medien zu verfolgen.

Nach offiziellen Angaben wurden drei Verletzte in das Universitätsklinikum der Stadt gebracht. Örtliche Medien berichteten, ein Polizist sei im Krankenhaus gestorben. Zum Tatzeitpunkt hielten sich demnach rund 20 Menschen in dem Restaurant auf, darunter acht bis zehn Ausländer. Laut Benzir Ahmed, dem Chef der Antiterroreinheit der Polizei in Dhaka, hatte die Polizei bis 1.00 Uhr am Samstagmorgen (Ortszeit) noch keinen Kontakt zu den Angreifern herstellen können.

IS bekennt sich zu Anschlägen

Einigen Mitarbeitern gelang es, aus dem Restaurant zu fliehen. Einer von ihnen sagte einem örtlichen Fernsehsender, die Angreifer hätten „Allahu Akbar“ (Allah ist groß) gerufen. Von offizieller Seite gab es zunächst keine Angaben dazu, wer hinter der Attacke steckt. Noch hatte sich auch niemand zu dem Angriff bekannt.

Seit Anfang 2013 leidet das muslimische Bangladesch mit seinen rund 160 Millionen Einwohnern unter einer Serie islamistisch motivierter Angriffe. Opfer sind in der Regel Religionskritiker, Intellektuelle und Angehörige religiöser Minderheiten. Auch gegen Ausländische Staatsbürger wurden schon Anschläge verübt.

Zu vielen der Attentate bekannten sich islamistische Organisationen wie Al-Kaida und der Islamische Staat (IS) oder lokale Organisationen, die mit ihnen verbunden sind. Die Regierung bestreitet jedoch, dass der IS in Bangladesch aktiv sei und macht örtliche Extremistengruppen und die Opposition für die Anschläge verantwortlich.

dpa

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