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Frisch vermähl:t In jeder achten Ehe hat mindestens ein Partner einen ausländischen Pass. Foto: Jens Wolf/Archiv

13 Prozent internationale Ehen in Deutschland

Wiesbaden (dpa) - Bei rund 2,3 Millionen Ehepaaren in Deutschland ist mindestens ein Partner Ausländer. Das sind 13 Prozent aller etwa 17,6 Millionen Ehepaare, die 2013 in der Bundesrepublik lebten. Sieben Prozent (1,2 Millionen) sind deutsch-ausländische Ehepaare. Bei sechs Prozent (1,1 Millionen) hat keiner der Eheleute einen deutschen Pass. "Ganz überwiegend (87 Prozent) waren Deutsche jedoch mit Deutschen verheiratet", teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit.

Vor zehn Jahren waren bei rund 89 Prozent der Paare beide Eheleute Deutsche. In etwa fünf Prozent der Ehen hatten sich ein Deutscher und ein Ausländer das Ja-Wort gegeben. Bei ungefähr sieben Prozent besaßen beide Partner nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Deutsche, die mit einem Ausländer verheiratet sind, haben sich meist für einen Türken oder eine Türkin entschieden. Fast jede fünfte deutsche Frau (19 Prozent), die eine binationale Ehe führt, war 2013 mit einem türkischen Mann verheiratet. Etwas seltener (14 Prozent) hatten deutsche Männer mit einer Türkin den Bund fürs Leben geschlossen. Deutsche Frauen entschieden sich am zweithäufigsten für Italiener und am dritthäufigsten für Österreicher. Die ausländischen Frauen deutscher Männer stammten am zweithäufigsten aus Polen und am dritthäufigsten aus der Russischen Föderation.

Von den 1,1 Millionen Paaren, bei denen beide Partner Ausländer sind, hatten 90 Prozent dieselbe Staatsangehörigkeit. Dabei hatten bei rund drei von zehn ausländischen Paaren beide den türkischen Pass.

Die Statistiker fragen bei der jährlichen Haushaltsbefragung Mikrozensus aber nicht nur nach dem Pass, sondern auch nach dem Migrationshintergrund. Danach waren in 77 Prozent der 17,6 Millionen Ehen beide Partner Deutsche. Bei acht Prozent der Paare hatte mindestens ein Ehepartner einen Migrationshintergrund, war also entweder Ausländer, Aussiedler oder eingebürgert worden. In 15 Prozent der Ehen hatten beide Partner ausländische Wurzeln.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

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