Neues Erdbeben in Mexiko

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Ganze 17 Mumien haben Forscher in Ägypten ausgegraben. Die ägyptischen Behörden hoffen auf mehr Tourismus nach spektakulären archäologischen Funden.

Nach über 2300 Jahren

Beispielloser Mumienfund in Ägypten 

Kairo - Archäologen haben bei Grabungen in Mittelägypten 17 Mumien gefunden. Das ägyptische Antiken-Ministerium sprach am Samstag von einem "beispiellosen" Fund für die Region südlich von Kairo.

Die nicht-königlichen Mumien wurden in freigelegten Katakomben in der Provinz Minja entdeckt. Außerdem wurden mehrere Sarkophage und zwei Papyri mit demotischer Schrift, eine sich ab dem siebten Jahrhundert v. Chr. entwickelnden ägyptischen Schreibschrift, ausgegraben. Der Grabungsleiter Salah al-Chuli sprach während einer Pressekonferenz von einer "bestimmten Anzahl Mumien", auf die die Archäologen in der Region Tuna al-Gabal gestoßen seien. Erstmals sei eine "Nekropole menschlichen Ursprungs in Zentralägypten mit so vielen Mumien" gefunden worden. Es seien noch weitere Funde in der Region möglich.

Mumien möglicherweise über 2300 Jahre alt

Der Fundort befindet sich in der Nähe eines antiken Tierfriedhofs. Nach Angaben des Ministeriums bestehen die gefundenen Sarkophage aus Kalkstein und Ton. Auch Tiersärge, unter anderem für Vögel, seien entdeckt worden. Die Mumien sind noch nicht datiert. Dem Ministerium zufolge stammen sie aus der Spätzeit des Alten Ägypten, die sich etwa über 300 Jahre erstreckte, bis Alexander der Große 332 v. Chr. Ägypten eroberte und die Perser vertrieb. Eine Ministeriumssprecherin sagte, möglicherweise gehörten sie aber auch in die Zeit der Dynastie der Ptolemäer (305 bis 30 v. Chr.). Erst Anfang Mai hatten Archäologen nahe Luxor erstmals die Reste eines symbolischen Grab-Gartens aus der Zeit der Pharaonen entdeckt. Der kleine Garten wurde in der Nekropole Dra Abul el-Naga entdeckt.

Zweiter Mumienfund in Folge

Mitte April fanden Experten in einem gut erhaltenen Grab aus der Zeit der Pharaonen acht Mumien, farbenprächtige Holzsarkophage sowie rund eintausend Tonfigürchen als Grabbeigabe. Die ägyptischen Behörden hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe ehrgeiziger archäologischer Projekte angestoßen - in der Hoffnung, neue Entdeckungen könnten mehr Touristen anlocken. Unter anderem suchten sie im Grab von Tutanchamun nach einer geheimen Kammer, in der die Mumie seiner Stiefmutter Nofretete vermutet wurde.

afp

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