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Belgien: Auto rast in Menschenmenge und tötet sechs Menschen – Fahrer kam vom Tanzen

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Von: Julia Volkenand, Jennifer Lanzinger

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Ein Fahrzeug ist bei einer Karnevalsveranstaltung in Belgien in eine Menschengruppe gefahren. Sechs Menschen starben. Die Ermittlungen laufen.

Update vom 21. März, 7.30 Uhr: Ein Auto rast bei einer Karnevalsveranstaltung in Belgien* in eine Menschenmenge. Sechs Menschen sterben, von den 37 Verletzten schweben zehn zeitweise Lebensgefahr. Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage beschäftigt am Tag nach der Katastrophe in der Gemeinde Strépy-Bracquegnies die Bevölkerung und die Ermittler.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Sonntagabend sollte an diesem Montag feststehen, ob die zwei im Auto festgenommenen Menschen unter Alkohol- und Drogeneinfluss standen. Sie kamen nach ersten Ermittlungen vom Tanzen und hatten kurz vor dem Unglück eine dritte Person abgesetzt.

Auto rast in Menschenmenge in Belgien: Keine Hinweise auf terroristischen Hintergrund

Bereits am Sonntagvormittag hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz gesagt, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe. Seinen Angaben zufolge kommen beide Personen aus der Region. Sie waren den Behörden bislang nicht bekannt und sind 1988 beziehungsweise 1990 geboren worden.

Der belgische Premierminister Alexander De Croo sprach von „schrecklichen Neuigkeiten“ aus Strépy-Bracquegnies. Er besuchte am Sonntagnachmittag gemeinsam mit König Philippe und Prinzessin Elisabeth den Unglücksort. „Das hätte nach einer schweren Zeit ein Tag zum Feiern werden sollen“, sagte De Croo mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Er ist zu einem Tag der Trauer geworden.“

Belgien: Auto fährt in Menschenmenge – „Es war schrecklich“

Update vom 20. März, 22.22 Uhr: Ob das Auto absichtlich in die Menschengruppe raste, ist zunächst noch unklar. Mindestens sechs Menschen sind bei dem Unglück am Sonntagfrüh in der Gemeinde Strépy-Bracquegnies (Belgien) ums Leben gekommen. Weitere 37 Menschen wurden verletzt. Zehn von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand und schwebten zunächst noch in Lebensgefahr.

Ein Moderator des belgischen Radiosenders RTL, der an der Karnevalsveranstaltung teilnahm, berichtete von dramatischen Szenen. Seinen Angaben zufolge fuhr das Auto mitten in die Menschenmenge. „Da waren Musik und Gelächter und drei Sekunden später waren es Schreie. Es war schrecklich“, schilderte er das Ereignis.

Belgien: Auto fährt in Menschengruppe - sechs Tote

Die beiden Insassen des Wagens wurden festgenommen. Sie stammen aus der Gegend La Louvière. Die beiden seien aus einem Nachtclub gekommen und hätten kurz zuvor noch eine andere Person abgesetzt, sagte Oberstaatsanwalt Christian Henry dem öffentlich-rechtlichen Sender RTBF. Am Montag würden die Ergebnisse des Bluttests erwartet, die Rückschlüsse auf möglichen Drogenkonsum geben könnten. „Nichts deutet auf eine Radikalisierung oder Extremismus hin“, fügte er hinzu.

Bei dem Wagen soll es sich um einen BMW 5er handeln, berichtet RTBF. Das Auto soll demnach mit einem automatischen Bremssystem ausgestattet sein. Aufnahmen von Videoüberwachungskameras müssen ausgewertet werden, heißt es weiter. Für Montag sei eine Pressekonferenz geplant.

Belgien: Staatsanwaltschaft schließt Terrorakt aus

Update vom 20. März, 14.24 Uhr: In Belgien starben sechs Menschen, als ein Auto bei einer Karnevalsveranstaltung in eine Menschengruppe raste. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar, die Staatsanwaltschaft ging jedoch nicht von einem Terrorakt aus.

Der tödliche Zwischenfall ereignete sich gegen 05.00 Uhr morgens in dem zur südbelgischen Gemeinde La Louvière gehörenden Dorf Strépy-Bracquegnies. Dort sollten zweitägige Karnevalsfeiern mit dem Brauch des „Ramassage des Gilles“ beginnen, bei dem sich die Menschen für den Karneval sammeln.

Nach Angaben von La Louvières Bürgermeister Jacques Gobert hatten zwischen 150 und 200 Menschen gerade die Sporthalle des kleinen Orts verlassen und wollten ins Zentrum ziehen, als ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit in die Menge raste. Sechs Menschen kamen ums Leben, 26 weitere erlitten unterschiedlich schwere Verletzungen. Zehn von ihnen schwebten laut den Behörden in Lebensgefahr.

Dem stellvertretenden Staatsanwalt von Mons, Damien Verheyen, zufolge wurden die beiden Insassen des Wagens festgenommen. Sie stammen demnach aus La Louvière und wurden 1988 sowie 1990 geboren. Ein terroristisches Motiv hielt Verheyen nach ersten Erkenntnissen für unwahrscheinlich.

Auto rast in Menschenmenge - Augenzeuge berichtet von Drama

„Ich habe mich umgedreht und sah, wie ein Auto in die Gruppe raste“, berichtete ein Passant, Théo, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTBF. „Es fuhr sehr schnell und hat nicht gebremst.“ Der Wagen sei weitergerast und habe dabei einen „Gille“ noch etwa hundert Meter mitgeschleift. Er habe viele Leute auf dem Boden liegen gesehen.

Belgiens Regierungschef Alexander De Croo kündigte einen Besuch des Unglücksortes mit König Philippe an. Auf Twitter sprach De Croo von „schrecklichen Nachrichten aus Strépy-Bracquegnies“. „Eine Gemeinschaft, die sich zum Feiern versammelte, wurde mitten ins Herz getroffen.“ Auch Innenministerin Annelies Verlinden sprach den Familien und Freunden der Opfer ihr tiefes Beileid aus. „Wir verfolgen die Situation genau“, erklärte sie auf Twitter.

Die Veranstaltung sollte Auftakt von zweitägigen Karnevalsfeiern in Strépy-Bracquegnies sein. Bürgermeister Gobert sagte, er habe die Organisatoren gebeten, die restlichen Veranstaltungen abzusagen.

Der tragische Vorfall in Belgien erinnert an den Rosenmontagsumzug vor zwei Jahren im nordhessischen Volkmarsen, als ein Autofahrer vorsätzlich in die Menschenmenge fuhr und mehr als 100 Menschen verletzte. Die Tat löste großes Entsetzen aus, unter den Opfern befanden sich auch viele Kinder. Im vergangenen Dezember wurde der Mann wegen versuchten Mordes in 89 Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Motiv ist bis heute unklar.

Update vom 20. März, 12.45 Uhr: Nun äußerte sich die Staatsanwaltschaft zu dem schrecklichen Vorfall in Belgien: Ein Autofahrer sei bei einer Karnevalsveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren und habe dabei sechs Menschen getötet, hieß es am Sonntag. Zunächst hatte die südbelgische Gemeinde La Louvière erklärt, es gebe vier Todesopfer. Die Nachrichtenagentur Belga meldete unter Berufung auf die Rettungskräfte, 37 weitere Menschen seien verletzt worden, zehn davon schwer.

Der Wagen war nach Angaben des Bürgermeisters Jacques Gobert mit hoher Geschwindigkeit in die Menge gerast, die sich am frühen Morgen für eine traditionelle Veranstaltung in dem zur Gemeinde gehörenden Ort Strépy-Bracquegnies versammelt hatte, wie Belga berichtete.

Autofahrer rast in Menschenmenge in Belgien - Mindestens vier Menschen tot

Update vom 20. März, 10.45 Uhr: Bei einer Karnevalsveranstaltung in Belgien ist ein Autofahrer in eine Menschenmenge gefahren und hat dabei mindestens vier Menschen getötet. Die Gemeinde La Louvière teilte am Sonntag (20. März) mit, insgesamt seien rund 70 Menschen betroffen, über 20 Personen seien schwer verletzt worden.

Der Wagen war nach Angaben des Bürgermeisters Jacques Gobert mit hoher Geschwindigkeit in die Menge gerast, die sich am frühen Morgen für eine traditionelle Veranstaltung in dem zur Gemeinde gehörenden Ort Strépy-Bracquegnies versammelt hatte, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Laut Gobert ereignete sich der Zwischenfall um 05.00 Uhr morgens. Eine Gruppe aus etwa hundert Teilnehmern habe gerade die Sporthalle verlassen, um zurück ins Zentrum des Dorfes zu ziehen, als der Wagen in die Menge gerast sei, sagte er laut Belga. „Der Fahrer setzte seine Fahrt fort, aber wir haben ihn abgefangen.“

Die Hintergründe seien noch unklar, sagte Gobert weiter. Er kündigte für später eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft von Mons an.

Vier Tote bei Karnevalsveranstaltung in Belgien

Update vom 20. März, 9.10 Uhr: Noch immer ist unklar, ob das Fahrzeug bei der Karnevalsveranstaltung in Belgien absichtlich in die Menschengruppe gesteuert wurde. Wie der Bürgermeister der Stadt erklärte, soll der Fahrer zunächst weiter gefahren sein, er konnte dann gestoppt werden. Die belgische Gemeinde Strépy-Bracquegnies liegt etwa 40 Kilometer südwestlich von Brüssel und zählte nach Angaben der übergeordneten Stadt La Louvière zuletzt knapp 9000 Einwohner.

Ein Moderator des belgischen Radiosenders RTL, der an der Karnevalsveranstaltung teilnahm, berichtete von dramatischen Szenen. Seinen Angaben zufolge fuhr das Auto mitten in die Menschenmenge. „Da waren Musik und Gelächter und drei Sekunden später waren es Schreie. Es war schrecklich“, zitierte ihn der Sender. Seinen Angaben zufolge waren etwa 150 Menschen bei der Veranstaltung.

Nach Angaben des Bürgermeisters von La Louvière wurde der kommunale Notfallplan ausgelöst und der Opferhilfedienst aktiviert. Die belgische Innenministerin Annelies Verlinden schrieb auf Twitter, ihr tiefstes Beileid gelte den Familien und Freunden der Getöteten und Verletzten. „Was eine tolle Party werden sollte, wurde zu einem Drama.“

Auto fährt bei Karnevalsveranstaltung in Belgien in Menschengruppe - Vier Tote, zahlreiche Verletzte

Ursprungsmeldung: La Louvière - In Belgien hat sich bei einer Karnevalsveranstaltung ein tragischer Vorfall ereignet. Ein Fahrzeug ist in eine Menschengruppe gefahren. Bei dem Unglück in dem Ort Strépy-Bracquegnies kamen am Sonntagmorgen vier Menschen ums Leben, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Bürgermeister berichtete. Demnach sollen bei dem Vorfall zahlreiche Personen verletzt worden sein. 12 Personen schwer, rund 20 weitere seien leicht verletzt worden. Ob das Fahrzeug absichtlich in die Menschengruppe gesteuert wurde, blieb zunächst unklar.

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