UN-Tribunal: Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt

UN-Tribunal: Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt

Werbung sorgt für Aufsehen

Belgisches Königshaus ist verärgert über Burger King

Die Fast-Food-Kette Burger King sorgt schon vor der Eröffnung ihrer ersten Filiale in Belgien im dortigen Königshaus für Ärger. Eine Werbe-Aktion im Netz stößt den belgischen Royals mächtig auf.  

Mit Fanfarenklägen und opulenter Musik ruft das Schnellimbiss-Unternehmen Burger King auf der Webseite Whoistheking.be dazu auf, den wahren König zu wählen. 

Die Kette fordert alle Nutzer mit der Frage „Who ist the Kind?“ (auf deutsch: Wer ist der König) auf ihre Stimme abzugeben. Den Grund für diese Wahl legt das Unternehmen gleich ganz knapp und verständlich dar: Am 21. Juli 2013 bestieg König Philippe den belgischen Thron - am 19. Mai kündigt Burger King sich an. Doch wer von den beiden ist der König? so die Schlüsselfrage auf der Webseite. Denn, es gibt schließlich nur eine Krone. So sollen sich Kunden für einen Herrscher entscheiden: für King Philippe oder Burger King. Mit einem Klick auf ein gezeichnetes cartoonartiges Porträt von König Philippe oder auf einen Hamburger ist das möglich.

Ritterliche Waffengleichheit bei den Wahlbedingungen herrscht allerdings nicht. Klickt der User auf König Philippe bekommt er gleich eine weitere Frage gestellt, die mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten ist. „Seid ihr sicher, dass ihr König Philippe wählen wollt?“ heißt es auf der Werbe-Webseite. Und weiter, „Er ist es nicht, der Euch Fritten machen wird“. Der Ja-Button wird zudem ganz winzig. Entscheidet sich der User für Burger King, wird die Stimme sofort gezählt.

Belgisches Königshaus reagiert sauer

Das Königshaus findet die ganze Werbeaktion überhaupt nicht witzig. Vor allem, das Bild von Staatsoberhaupt König Philippe (57) bringt offenbar das blaue Blut in Wallung. So berichtet die Webseite Horizont.net über die Stellungnahme des Sprechers der belgischen Royals, Pierre Emmanuel de Bauw gegenüber der BBC. Das Königshaus stimme demnach der Verwendung des Bildes nicht zu, da es für kommerzielle Zwecke genutzt wird.

König Philippe von Belgien.

Angeblich hätte sich das belgische Königshaus in dieser Angelegenheit schon an die Fastfood-Kette gewendet. Ob das stimmt, ist jedoch derzeit noch unklar. 

Laut Medienberichten hätte Burger King „einen ersten Kontakt“, der herzlich und konstruktiv verlaufen sei, bestätigt. Details oder Kommentare wolle man wegen der Vertraulichkeit nicht nennen beziehungsweise abgeben.

Die Webseite Whoistheking.be ist im Internet noch auffindbar (Stand: 30. Mai 2017; 16.17 Uhr). Am 19. Juni wird dort nach wie vor noch die Krönung des nächsten Königs angekündigt.

Über das Buch „Questions Royales“ (Königliche Fragen) des belgischen Journalisten Frédéric Deborsu hatte sich das belgische Königshaus auch beschwert.   

Das sind die wichtigsten Adelshäuser

ml

Rubriklistenbild: © Screenshot Burger King  Whoistheking.be

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Krebs durch Pommes? EU beschließt Acrylamid-Verordnung
Tierversuche deuten auf eine Krebsgefahr durch Acrylamid hin. Nun hat die EU neue Vorschriften beschlossen, um den Stoff im Essen zurückzudrängen. Pommes sollen zum …
Krebs durch Pommes? EU beschließt Acrylamid-Verordnung
Mutter will Kind abgeben und landet mit Auto in Kita
Bremen (dpa) - Eigentlich wollte eine Mutter in Bremen nur ihr Kind zur Kita bringen - doch sie fuhr aus Versehen mitten in den Kindergarten hinein. Das Auto der …
Mutter will Kind abgeben und landet mit Auto in Kita
Mutter will einparken - dann landet sie mit dem Auto in der Kita
Eine Mutter aus Bremen wollte ihr Kind in der Kindertagesstätte abgeben, als sie sich etwas beim Einparken verschätzte. Die 33-Jährige fuhr in einen Gruppenraum. 
Mutter will einparken - dann landet sie mit dem Auto in der Kita
Frau mit Samuraischwert macht Freiburgs Straßen unsicher
Eine Frau in Freiburg nutzte den schönen Herbsttag und machte einen Spaziergang - mit einem Samuraischwert. Dies löste einen Polizeieinsatz aus, bei dem mehrere …
Frau mit Samuraischwert macht Freiburgs Straßen unsicher

Kommentare