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Internationales Ranking

Beliebteste Unis sind in München und Berlin

Berlin - Deutsche Unis sind bei Wissenschaftlern gefragt wie nie. Alle zwei Jahre ermittelt die Humboldt-Stiftung die beliebtesten Hochschulen für einen Gastaufenthalt.

Ausländische Gastwissenschaftler zieht es vor allem an die Universitäten in Berlin und München. Aber auch kleinere Hochschulstädte wie Bonn, Göttingen, Heidelberg, Bayreuth und Freiburg befinden sich unter den Top Ten der gefragtesten Unis für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland. Dies zeigt das am Montag veröffentlichte neue Hochschulranking der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Den ersten Platz belegt mit Abstand die Freie Universität Berlin, die den höchsten Anteil ausländischer Wissenschaftler gemessen an der Gesamtzahl ihrer Professoren auszuweisen hat. Auf Platz zwei kommt die Humboldt-Universität Berlin gefolgt von der Uni München und der Universität Bonn.

Gegenüber dem letzten, 2012 veröffentlichten Humboldt-Ranking holen die Hochschulen kleinerer Städte auf. Göttingen klettert von Rang neun auf Platz fünf. Die TU Aachen steigt von 14 auf 12 auf, Münster gar von 22 auf 15.

„Die ausländischen Forscher suchen die Standorte für ihre Gastaufenthalte offenkundig nicht nur danach aus, ob sie in einer der Metropolen Deutschlands liegen“, sagte Humboldt-Präsident Helmut Schwarz. „Das zeigt, wie groß das Vertrauen weltweit in die Qualität der hiesigen Wissenschaft ist - von Berlin, über München bis nach Westfalen. Das tut nicht nur dem Forschungsstandort Deutschland gut, sondern auch den Außenbeziehungen insgesamt.“

Beim Vergleich der außeruniversitären Forschungseinrichtungen liegen Max-Planck-Institute deutlich vorne: Die Top 3 machen das Fritz-Haber-Institut in Berlin, die Max-Planck-Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und für Polymerforschung in Mainz unter sich aus.

Ausgewertet wurden für das Humboldt-Ranking die Anzahl der Gastaufenthalte von internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlern, die in den letzten fünf Jahren als Stipendiaten oder Preisträger der Stiftung in Deutschland forschten. Um statistische Verzerrungen durch die unterschiedlichen Größen der Gastinstitutionen zu vermeiden, setzt das Ranking die Aufenthalte in Beziehung zur Anzahl der Professuren an der jeweiligen wissenschaftlichen Hochschule.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht über 2000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26 000 „Humboldtianern“ aller Fachgebiete in über 140 Ländern - unter ihnen 50 Nobelpreisträger.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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