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Beratungen zur Bekämpfung der Ölpest im Mittelmeer

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- Piräus - In der griechischen Hafenstadt Piräus hat eine Konferenz über die Bekämpfung der durch israelische Bombardierungen verursachten Ölpest im östlichen Mittelmeer begonnen.

An den Beratungen nehmen Vertreter von Libanon, Syrien, Zypern, der Türkei und Griechenland sowie hohe Beamte des UN-Umweltprogrammes (UNEP) und der für die Umwelt zuständige Kommissar der EU, Stavros Dimas, teil. Israel ist jedoch nicht vertreten, berichtete der staatliche griechische Rundfunk am Donnerstag.

Wie es im Vorfeld der ersten Sitzung aus Kreisen der zyprischen Delegation hieß, hat der Ölteppich eine Länge von etwa 140 Kilometern und dehnte sich bis zur syrischen Hafenstadt Latakia aus. Die Strömungen in der Region drücken zurzeit die Ölklumpen an die Küsten Libanons und Syriens. Wichtig für die jede zukünftige Ölpest-Bekämpfungsaktion sei die Aufhebung der Seeblockade der Küsten Libanons durch die israelische Marine, hieß es weiter.

Die Ölpest hatte sich nach israelischen Luftangriffen auf die Öltanks eines küstennahen libanesischen Kraftwerks Mitte Juli entwickelt. Dabei waren 15 000 Tonnen Heizöl direkt ins Mittelmeer geflossen und lösten eine der größten Umweltkatastrophen im östlichen Mittelmeer.

Unterdessen haben Helfer aus Norwegen am Donnerstag mit der Bekämpfung eines Ölteppichs vor der Küste des Libanon begonnen. Die Norweger begannen mit Unterstützung durch Libanesen, Ölreste abzusaugen. Der rund 150 Kilometer lange Ölteppich war vor gut einem Monat nach der Bombardierung eines libanesischen Kraftwerks 30 Kilometer südlich von Beirut durch israelische Flugzeuge entstanden.

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