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Einsatzkräfte stehen vor der Zeche in Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen).

Schock im Schacht

Bergleute geraten in ätzenden Trockenbeton

Ibbenbüren - Schock im Schacht: Bei einem Unglück in einer Zeche in Ibbenbüren sind 38 Bergleute in eine Wolke mit ätzendem Trockenbeton geraten.

Bei einem Unglück in einem Steinkohlebergwerk im westfälischen Ibbenbüren sind am Mittwoch neun Bergleute verletzt worden. Durch den Austritt von ätzendem Trockenbeton erlitten sie Augenverletzungen und Hautverätzungen, wie die Bezirksregierung Arnsberg berichtete. Alle neun wurden nach einer ambulanten Behandlung nach Hause entlassen, wie ein Sprecher des Bergwerks mitteilte.

Das Unglück geschah am Vormittag in etwa 1400 Meter Tiefe am Nordschacht der Zeche Ibbenbüren. Aus unbekannter Ursache sei Trockenbeton ausgetreten, als 38 Bergleute auf dem Weg zu ihrem Arbeitsort unter Tage waren, sagte Bergwerks-Sprecher Uwe Reichow. Trockenbeton wird von einem Lager übertage in Stahlleitungen direkt zum Einsatzort befördert. Mit dem Baustoff werden die Schächte verstärkt. Das Pulver kann Augen verätzen und die Haut stark reizen.

Bergleute retteten sich aus eigener Kraft aus dem Schacht

Die betroffenen Bergleute seien zunächst im Schacht mit Augenspülungen von Rettungskräften versorgt worden. Dann seien sie aus eigener Kraft aus dem Schacht gekommen.

Die Zeche in Ibbenbüren gehört zu den letzten verbliebenen Steinkohle-Bergwerken Deutschlands. Hier soll noch mindestens bis 2018 Kohle gefördert werden. Der Nordschacht zählt mit mehr als 1500 Metern Tiefe zu einem der tiefsten Schächte Europas.

dpa

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