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Über 1100 Leichen wurden nach dem Einsturz des Fabrikgebäudes in Bangladesch geborgen.

In Bangladesch

1127 Tote: Bergungsarbeiten eingestellt

Dhaka - Knapp drei Wochen nach dem verheerenden Einsturz eines Geschäftshauses in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten beendet das Militär die Bergungsarbeiten.

Man rechne nicht damit, weitere Leichen zu finden, sagte am Montag der militärische Einsatzleiter Mohammad Siddiqul Alam Shikder. Soldaten und andere Helfer vor Ort haben nach seinen Worten seit dem Unglück vom 24. April in Savar nahe der Hauptstadt Dhaka insgesamt 1127 Leichen geborgen, es gab 2438 Verletzte.

Tödlicher Hochhauseinsturz in Bangladesch

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Noch am Freitag konnte eine Frau lebend und weitgehend unverletzt aus den Trümmern des ehemals achtstöckigen Gebäudes namens Rana Plaza gerettet werden.

Bangladeschs Regierung hat als Konsequenz aus der Katastrophe die Rechte der Textilarbeiter gestärkt. Sie dürften sich zukünftig in unabhängigen Gewerkschaften zusammenschließen und Lohnverhandlungen führen, erklärte Sprecher Mosharraf Hossain Bhuiyan am Montag in Dhaka. Bereits am Sonntagabend hatte die Regierung entschieden, den gesetzlichen Mindestlohn von Textilarbeitern anzuheben, der derzeit bei etwa 30 Euro liegt. Eine neue Summe wurde aber noch nicht festgelegt.

Außerdem begannen die Behörden damit, in fast 950 Fabriken im Land Sicherheitsstandards durchzusetzen. Die Arbeitsbedingungen dort waren von einer Untersuchungskommission am Sonntag als riskant eingestuft worden. 18 Fabriken wurden bereits geschlossen.

In den fast 4000 Textilunternehmen in Bangladesch setzen mehr als 3,5 Millionen Menschen jährlich 20 Milliarden Dollar (15,4 Milliarden Euro) um.

Nach 16 Tagen: Retter finden Überlebende in Fabrikruine von Bangladesch

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Ein Gericht wies am Montag die lokalen Behörden an, alle Unterlagen, die das eingestürzte Gebäude Rana Plaza betreffen, innerhalb von sieben Tagen einzureichen. Außerdem soll eine Liste aller Textilarbeiter erstellt werden, die in den Fabriken in den oberen Stockwerken des Gebäudes arbeiteten und noch vermisst werden. Der Gebäudeinhaber, die Fabrikbetreiber und die Ingenieure, die den Plan des Hauses genehmigten und überwachten, waren festgenommen worden.

dpa/AP

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