Bericht: Gelähmter Patient von Ratten angefressen

Neu Delhi - Die Vorwürfe gegen ein staatliches Krankenhaus in Indien sind unfassbar: Ratten sollen auf der Intensivstation einen gelähmten Patienten angefressen haben. Die Details zu dem schrecklichen Fall:

Der 70-Jährige habe bei dem nächtlichen Angriff der Nager Wunden an den Ohren, den Lippen, den Backen und an der Nase erlitten, zitierte die Nachrichtenagentur IANS am Mittwoch einen Krankenhausarzt, der anonym bleiben wollte. Auch die Schläuche des Beatmungsgeräts des Notfall-Patienten seien durchgebissen gewesen.

„Das Krankenhauspersonal - von Ärzten bis hin zu Wachmännern - geht vor 23 Uhr schlafen und lässt die Patienten alleine“, sagte der Arzt. Die Tiere seien durch ein Loch in der Wand in die Intensivstation des Krankenhauses in der nordwestindischen Stadt Jodhpur gelangt. IANS berichtete weiter, der Patient habe sich wegen seiner Lähmung nicht gegen die Ratten zur Wehr setzen können. Die Leitung des Mathura-Das-Mathur-Krankenhauses habe offiziell zunächst nicht bestätigen wollen, dass Ratten den Patienten ins Gesicht gebissen hätten, untersuche den Vorfall aber.

IANS berichtete, bereits 2009 sei ein Baby in einem anderen staatlichen Krankenhaus in Jodhpur gestorben, als Ratten es nach der Geburt angegriffen hätten. Staatliche Krankenhäuser in Indien geraten häufiger durch fragwürdige Zustände in die Schlagzeilen.

dpa

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