Im Norden der Sinai-Halbinsel

Anschlag in Ägypten: Viele Tote

Al-Arisch - Bei einem der schwersten Anschläge seit dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mursi sterben auf dem Sinai zahlreiche Menschen, vor allem Soldaten. Das Militär kämpft dort seit langem gegen Islamisten.

Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag auf das ägyptische Militär sind mindestens 27 Menschen getötet worden. Weitere 25 Menschen seien bei der Explosion einer Autobombe an einem Kontrollpunkt im Norden der Sinai-Halbinsel zum Teil schwer verletzt, berichteten Ärzte. Die meisten Opfer waren den Angaben zufolge Soldaten. Es war einer der schwersten Anschläge seit dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi 2013. Präsident Abdel Fattah al-Sisi berief nach Worten seines Sprechers den Nationalen Verteidigungsrat ein, um noch am Abend über das weitere Vorgehen zu beraten.

Das ägyptische Militär geht seit Jahren immer wieder auf dem Sinai gegen islamistische Milizen und Schmugglerbanden vor, die sich nach den arabischen Aufständen und dem Sturz von Langzeitmachthaber Husni Mubarak 2011 dort breitgemacht haben. Regelmäßig gibt es Attacken auf die Sicherheitskräfte. Zu mehreren Angriffen hat sich die islamistische Terrorgruppe Ansar Beit al-Makdis bekannt.

Erst am Mittwoch wurde an der Grenze ein Fahrzeug der israelischen Armee angegriffen, dabei wurden zwei israelische Soldaten verletzt. Nach ägyptischen Angaben soll es sich bei diesen Tätern um Schmuggler gehandelt haben.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa

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