Bericht: Nächste Woche wird wieder gestreikt

München - In der kommenden Woch sollen laut eines Medienberichts weitere Warnstreiks der Lokomotivführer beginnen. Dass die Arbeit jetzt noch nicht niedergelegt wird, hat mit der Ski-WM zu tun.

Vom kommenden Montag an müssen Bahnkunden im Fern-, Nah- und Güterverkehr mit einem Arbeitskampf rechnen, berichtet die Süddeutsche Zeitung am Dienstag, ohne eine Quelle zu nennen. Bisher hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angedeutet, bereits am kommenden Donnerstag mit Arbeitsniederlegungen zu beginnen - unmittelbar nach einem Protesttag, der für diesen Mittwoch vorgesehen ist.

Mit der Verschiebung auf kommende Woche solle dem Vernehmen nach vermieden werden, die Ski-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen zu beeinträchtigen und damit die Münchner Olympia-Bewerbung zu beschädigen, heißt es in dem Bericht weiter.

Darüber hinaus rufe die GDL ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung auf, um damit im März unbefristete Streiks zu ermöglichen. Die GDL will einen Branchentarifvertrag für alle Lokführer in Deutschland erzwingen, egal ob sie bei der Deutschen Bahn (DB) oder deren Konkurrenten arbeiten oder ob sie im Fern-, Nah- oder Güterverkehr eingesetzt sind.

GDL: Beginn der Warnstreiks noch nicht beschlossen

Der Beginn der Warnstreiks ist noch unklar, sagte am Dienstagmorgen der GDL-Vorsitzende, Claus Weselsky. “Am Mittwoch treffen sich in Berlin rund 1000 Lokführer zu einem Protesttag. Was danach passiert, wird sich zeigen“, sagte Weselsky. Über einen Start der Warnstreiks wolle er momentan nicht mutmaßen.

dpa

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