Bericht: Polizei sucht ummontierte Brotboxen

Berlin - Nach den Brandanschlägen auf Bahnstrecken in und um Berlin suchen die Ermittler bundesweit nach weiteren Brandsätzen. Angeblich haben sie dabei vor allem Brotboxen aus Plastik im Visier.

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Nach einem Bericht der Bild am Sonntag (BamS) handelt es sich dabei um Plastik-Brotboxen, die mit einem elektronischen Zünder zu einem Brandsatz ummontiert worden sein sollen. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sieht in den Anschlägen kein Anzeichen für einen neuen organisierten Linksterrorismus. “Die Gefahr geht eher von radikalisierten Einzeltätern aus“, sagte Körting dem Magazin “Focus“.

Seit vergangenem Montag hatte die Polizei 18 Brandsätze in Kabelschächten von Bahngleisen im Großraum Berlin entdeckt, zwei davon hatten bereits gezündet. Verletzt wurde niemand. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte der Nachrichtenagentur dpa am Samstag, neue Brandsätze seien nicht gefunden worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt, wollte das laufende Verfahren aber nicht kommentieren. Laut “Focus“ wurde zunächst ein Verdächtiger vernommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Die Ermittler hatten Plastikboxen an den Gleisanlagen sichergestellt, die mit Zeitschaltuhr, Grillanzünder und Plastikteilen ausgestattet waren. Um diese Boxen herum hatten die Brandstifter jeweils zwei bis sieben mit Brandbeschleuniger gefüllte Plastikflaschen drapiert. Durch Hitzeentwicklung seien die Brandsätze leicht entzündlich. Laut “BamS“ ist die Bauanleitung für einen solchen Sprengsatz in Internetforen der linken Szene zu finden.

Berlins Innensenator Körting sagte, ähnlich wie im Bereich des islamistischen Terrors würden Linksextremisten wesentlich dezentraler auftreten als noch vor ein paar Jahren - und ihre Pläne untereinander nicht kommunizieren. Das erschwere die Arbeit der Ermittlungsbehörden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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