+
Von dem Hotel St. Regis in Bangkok aus soll der Multi Sony gehackt worden sein. Foto: Narong Sangnak

Bericht: Sony Pictures wurde vor Hacker-Angriff erpresst

San Francisco (dpa) - Die Hacker, die gigantische Datenbestände beim Hollywood-Studio Sony Pictures ausgeplündet haben, wollten laut einem Medienbericht zunächst Geld erpressen. Das gehe aus im Internet veröffentlichten E-Mails von Sony hervor, wie der Branchendienst "Computerworld" am späten Montag berichtete.

Demnach kontaktierten Unbekannte bereits drei Tage vor dem Angriff mit einer Geldforderung, "sonst wird Sony Pictures als Ganzes bombardiert".

Die Nachrichten wurden zusammen mit tausenden E-Mails von zwei Spitzenmanagern von Sony Pictures veröffentlicht. Die mehrere Gigabyte großen Archive enthielten neben der Kommunikation mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern auch private Schriftwechsel, wie "Computerworld" schrieb.

Die Erpresser-Botschaft kam demnach von einem Konto beim Google-Dienst GMail. "Sie kennen uns. Wir warten nie lange. Sie verhalten sich besser vernünftig", hieß es dort zu einer nicht näher bezifferten Geldforderung. Die Hacker hatten bei dem Angriff vor knapp zwei Wochen gewaltige Datenmengen gestohlen. Darunter waren mehrere unveröffentlichte Filme sowie interne Unterlagen.

In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, Nordkorea könnte hinter dem Angriff stehen. Als möglicher Auslöser gilt die Komödie "The Interview", in der zwei US-Journalisten beauftragt werden, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu töten. Im Namen der Hackergruppe "Guardians of Peace", die die Verantwortung für den Angriff übernahm, wurde inzwischen gefordert, den Film zu stoppen. Nordkorea bestritt offiziell eine Beteiligung an der Attacke.

Bericht von "Computerworld"

Angebliche Botschaft der Hacker

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ein Hochsommer-Wochenende schon im Frühling
Offenbach (dpa) - Blauer Himmel und vereinzelte Gewitter: Das Wetter in Deutschland wird und bleibt sommerlich heiß, dazu kommt mancherorts allerdings auch Regen.
Ein Hochsommer-Wochenende schon im Frühling
95-Jähriger unter Mordverdacht: Er soll seine Pflegerin getötet haben
Wie die Londoner Polizei am Freitagabend mitteilte, wurde ein 95-Jähriger Brite festgenommen, weil er unter Verdacht steht, seine Pflegerin getötet zu haben. 
95-Jähriger unter Mordverdacht: Er soll seine Pflegerin getötet haben
Roller-Unfall: Die Verletzten werden erst nach 40 Minuten entdeckt
In der Nacht zum Samstag sind bei Sontheim an der Brenz zwei Rollerfahrerinnen gestürzt und verletzt worden. Erst nach 40 Minuten wurden die beiden Frauen entdeckt. 
Roller-Unfall: Die Verletzten werden erst nach 40 Minuten entdeckt
Verheerendes Busunglück in Uganda: 19 Menschen sterben 
Im Norden von Uganda ereignete sich ein schwere Busunfall, bei dem 19 Menschen ums Leben gekommen sind. Unter den Toten befinde sich wohl auch drei Kinder. 
Verheerendes Busunglück in Uganda: 19 Menschen sterben 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.