Bericht: Strahlen-Test für Japan-Importautos

Köln - Nach der Reaktorkatastrophe in Japan prüfen Importeure vor der Auslieferung in Deutschland einem Bericht zufolge Neuwagen und Kfz-Teile auf eine mögliche Strahlenbelastung.

“Wir werden durch entsprechende Überprüfungen sicherstellen, dass kein kontaminiertes Fahrzeug oder Ersatzteil in den Handel gebracht wird“, sagte Mazda-Sprecher Jochen Münzinger der Branchen- und Wirtschaftszeitung “Automobilwoche“. Die Werke in Hiroshima und Hofu seien aber rund 1000 Kilometer vom Reaktor Fukushima entfernt, auch die meisten Zulieferer befänden sich außerhalb der kritischen Region.

Mazda betreibt keine Werke in Europa und bezieht sämtliche Fahrzeuge aus Japan. Auch Toyota nimmt alle erforderlichen Kontrollen vor, um die Unbedenklichkeit der Produkte sicherzustellen. “Toyota wird niemals ein Produkt ausliefern, wenn die Kontrollmaßnahmen die Möglichkeit eines gesundheitlichen Risikos für den Kunden nicht ausschließen können“, sagte ein Firmensprecher dem Blatt.

Auf dem japanischen Automarkt hatte die Erdbeben- und Atomkatastrophe den Absatz der heimischen Autobauer im März massiv einbrechen lassen. Die Verkäufe stürzten um 37 Prozent auf rund 280 000 Fahrzeuge ab, wie die Vereinigung der Autohändler am Freitag mitteilte. Dies ist der größte jemals in Japan festgestellte Einbruch bei Autoverkäufen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Am härtesten traf es Toyota und Mitsubishi. Die japanische Autoindustrie kämpft zudem mit fehlenden Zulieferteilen, zeitweisen Stromabschaltungen und den Folgen stillstehender Bänder.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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