Schüsse und Verletzte in Straßburg -Bewohner sollen zu Hause bleiben

Schüsse und Verletzte in Straßburg -Bewohner sollen zu Hause bleiben

Unheimliche Brandserie

Feuerwehrler löschen viertes Feuer, da wirft ein genervter Anwohner Böller auf sie

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Viermal in fünf Tagen hat es in einem Hochhaus in Berlin gebrannt. Immer zwischen 20:30 Uhr und 21:30 Uhr. Ein Anwohner entlud nun seinen Frust darüber. Sein Opfer: Die Feuerwehr! 

Berlin - Die Polizei geht von Brandstiftung aus, das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Alle Feuer konnten schnell gelöscht werden, Verletzte gab es nicht. Zuletzt stand am Sonntagabend im zehnten Geschoss des 18-Geschossers Gerümpel in Flammen, wie die Feuerwehr mitteilte. Am Samstagabend brannten im sechsten und zwölften Stock kleinere Papierhaufen. Am Mittwoch hatte im neunten Obergeschoss des Hauses Sperrmüll in Flammen gestanden.

Undank ist der Welten Lohn

Nicht wegen Brandstiftung, sondern wegen versuchter Körperverletzung leitete die Polizei am Samstagabend ein Verfahren gegen einen Bewohner des Nachbarhauses ein: Er soll von seinem Balkon aus einen Böller auf die Polizisten geworfen haben, die am Brandort ermittelten. Nach Informationen der Berliner Morgenpost war er wegen der vielen Feuerwehreinsätze der vergangenen Tage genervt. Die Polizei nahm den Mann fest. 

Lesen Sie auch auf merkur.de: Autofahrer durchbricht Sperre, Feuerwehr-Kommandant will ihn aufhalten - und wird erfasst

Unheimliche Brandserie

Weiter berichtet die Morgenpost, dass bei den Bewohnern des Hochhauses Angst vor dem unbekannten Brandstifter herrscht. "Ich habe Angst, dass dann vor meiner Tür ein Feuer gelegt wird", erzählt ein 28-Jähriger, der schon seit sechs Jahren in dem Hochhaus an der Landsberger Allee lebt. Eine Bewohnerin sagt der Zeitung: „Es sind kurze Nächte. Man kann nicht mehr ruhig schlafen und macht sich Sorgen wegen der Kinder.“

Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen

Wegen einer Serie von Brandstiftungen in einem Berliner Hochhaus ist gegen den 26 Jahre alten mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen worden. Dabei geht es um den Vorwurf der versuchten schweren Brandstiftung in sechs Fällen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Der Deutsche kommt in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe beziehen sich auf einen Zeitraum zwischen Januar und Februar 2018.

Der junge Mann war am Montag von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Er wohnt selbst in dem 18-stöckigen Plattenbau. Dort gab es innerhalb von fünf Tagen vier Brandstiftungen, zuletzt am Sonntagabend. In den Fluren wurden Möbelstücke, Müll und ein Kinderwagen angezündet.

Nach Medienberichten soll der 26-jährige Mann mehrfach selbst die Feuerwehr gerufen haben, außerdem half er demzufolge beim Löschen und gab Interviews. Bei mindestens einer Brandstiftung wurde laut Polizei auch ein sogenannter Brandbeschleuniger, meist Benzin, eingesetzt. Die Polizei untersuchte nach einem Medienbericht bereits am Sonntagabend die Hände des Mannes auf Spuren von Benzin.

mag/dpa

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