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Polizeibeamte stehen an dem Geldtransporter mit aufgebrochenen Türen.

Nun startet der Prozess 

Nach spektakulärem Überfall auf Geldtransporter am Alexanderplatz: Millionen-Beute geht verloren 

Rund ein Jahr nach einem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter beim Alexanderplatz in Berlin startet nun der Prozess. 

Update vom 19. September 2019, 16.09 Uhr: Mitten im hauptstädtischen Berufsverkehr erbeuten maskierte Männer sieben Millionen Euro, feuern mit einem Maschinengewehr und gehen am Ende doch leer aus: Knapp ein Jahr nach dem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter in der Berliner Innenstadt müssen sich seit Donnerstag drei Angeklagte vor dem Landgericht verantworten. 

Zum Auftakt des Prozesses schwiegen die beiden Hauptangeklagten im Alter von 33 und 38 Jahren. Ihnen wird unter anderem schwerer Raub vorgeworfen. Der Dritte (33), der wegen Beihilfe angeklagt ist, bestritt die Vorwürfe.

Der Verteidiger des 38-Jährigen erklärte in der Verhandlung, sein Mandant habe ein tiefes Misstrauen gegenüber den Ermittlungsbehörden, die sich sehr früh auf seinen Mandanten festgelegt hätten. Bei der Polizei habe der 38-Jährige gesagt, er habe mit der Tat nichts zu tun. Zudem habe er dort erklärt, er sei keine der Personen, die auf einem Video zu dem Überfall zu sehen sind. Ein Augenzeuge hatte von einem Balkon aus einen Teil des Überfalls gefilmt, bei dem alle Beteiligten vermummt waren.

Rund 120 Zeugen und mehr als 30 Verhandlungstage bis Februar 2020 sind geplant. In Dortmund haben indes zwei unbekannte Täter mit Axt und Pistole einen Supermarkt überfallen, wie ruhr24.de* berichtet.

Nach spektakulärem Überfall auf Geldtransporter am Alexanderplatz: Prozess startet

Ursprungsartikel vom 19. September 2019, 11.32 Uhr: Berlin - Elf Monate nach einem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes hat am Donnerstag am Landgericht der Prozess gegen drei Angeklagte begonnen. Zwei Männer im Alter von 33 Jahren sowie ein 38-Jähriger sollen mit weiteren Komplizen zunächst rund sieben Millionen Euro geraubt haben. Die Beute - damaligen Angaben zufolge acht Geldkisten - verloren die Räuber aber wieder.

Berlin: Nach Überfall auf Geldtransporter - Millionen-Beute geht verloren 

Zwei Männern wird unter anderem schwerer Raub vorgeworfen, dem dritten Angeklagten (33) Beihilfe. Auf der Flucht vor der Polizei fielen Schüsse aus einem der beiden Täterfahrzeuge, verletzt wurde dabei jedoch niemand. 

Mitten im morgendlichen Berufsverkehr war am 19. Oktober 2018 der Geldtransporter in Berlin-Mitte von zwei Fahrzeugen ausgebremst, eingekeilt und zum Anhalten gezwungen worden. Mehrere maskierte Männer sprangen den Ermittlungen zufolge aus den Autos. 

Überfall am Alexanderplatz: Prozess gegen drei Männer startet an Berlin 

Sie sollen die Besatzung des Transporters mit vollautomatischen Gewehren in Schach gehalten und mit hydraulischem Spezialwerkzeug die gepanzerte Hecktür aufgebrochen haben. Wegen des schnellen Eingreifens der Polizei hätten sie den Überfall aber überstürzt abgebrochen und die Flucht ergriffen.

Ein weiterer mutmaßlicher Täter ist den Ermittlern nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwar namentlich bekannt, aber untergetaucht. Zwei mutmaßliche Mittäter seien bislang unbekannt, hieß es.

Überfall am Alexanderplatz: Spektakulär, aber ohne Beute - Aufnahmen von Oktober

In der aktuellen Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ erhofften sich Ermittler neue Hinweise im Fall eines unbekannten Sprengstoff-Toten von Stade. Doch Zuschauer zeigten sich entsetzt. 

Unheimliche Erkenntnisse veröffentlichten australische Wissenschaftler nun: Leichen bewegen sich auch noch ein Jahr nach dem Tod.

In der Ausländerbehörde von Wismar hat ein Mann eine Frau und deren Säugling als Geiseln genommen. Der Grund soll eine drohende Abschiebung sein.

dpa

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