Am zweiten Weihnachtstag

Schüsse in Berlin: Mehrere Verletzte - schwer bewaffnete Beamte im Einsatz - „Organisierte Kriminalität“

Am frühen Morgen des zweiten Weihnachtstags fallen Schüsse in Berlin-Kreuzberg. Die Polizei findet mehrere Verletzte. Schwer bewaffnete Beamte suchen nach den Tätern.

Update vom 26. Dezember, 15.21 Uhr: Die Schießerei in Berlin geschah laut offiziellen Angaben im Milieu der organisierten Kriminalität. Die Mordkommission ermittelt gegen mehrere Verdächtige. Genauere Details zu den mutmaßlichen Tätern veröffentlichte die Generalstaatsanwaltschaft noch nicht. Haftbefehle werden aktuell geprüft.

Bei den Opfern handelt es sich um vier Männer, wie die Polizei Berlin mitteilt. Die Personen im Altern zwischen 30 und 42 Jahren werden im Krankenhaus stationär behandelt. Drei Verletzte wurden von den Einsatzkräften am Ort der Schießerei aufgefunden, bestätigt die Behörde nun. Der vierte verletzte Mann war in den Landwehrkanal gesprungen.

Die Schüsse sollen nach einem Streit gefallen sein. Anwohner alarmierten daraufhin offenbar die Polizei. Die Situation in der Stresemannstraße war wohl gegen vier Uhr nachts eskaliert.

Schüsse in Berlin: Mehrere Verletzte - schwer bewaffnete Beamte im Einsatz - Motiv unklar

Update vom 26. Dezember, 10.57 Uhr: Mehrere Männer sind am frühen Morgen des zweiten Weihnachtstages im Berliner Stadtteil Kreuzberg vermutlich durch Schüsse verletzt worden. Vier Verletzte seien ins Krankenhaus gekommen und würden dort behandelt, sagte ein Polizeisprecher am Samstagvormittag. Die Ermittlungen hat ihm zufolge eine Mordkommission übernommen.

Festnahmen hat es bisher nicht gegeben. In der Stresemannstraße 23 gegenüber der SPD-Parteizentrale war in einer Tür ein Einschussloch zu sehen, wie ein dpa-Fotograf berichtete, nicht weit davon entfernt ein weiteres Einschussloch in einer Glastür. Der Fußweg vor dem mutmaßlichen Tatort war abgesperrt.

„Die Hintergründe sind noch nicht bekannt“, sagte ein Polizeisprecher am Vormittag. „Wir wissen auch noch nicht, wie viele Beteiligte es gab.“ Auch ob mehrere Personen Schüsse abgegeben haben oder es einen Schusswechsel gab, sei noch unklar. „Die Ermittlungen dauern an.“

Schüsse in Berlin: Hubschrauber im Einsatz - mehrere schwer verletzte Personen

Erstmeldung vom 26. Dezember, 8.33 Uhr: Berlin - Im Berliner Stadtteil Kreuzberg sind am frühen Samstagmorgen mehrere Menschen vermutlich durch Schüsse verletzt worden. Die Feuerwehr berichtete von drei Personen, die schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden seien. Rettungskräfte und Notärzte hätten die Verletzten nach Schüssen zunächst versorgt, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Zahlreiche schwer bewaffnete Beamte waren rund um den Ort des Geschehens im Einsatz, um nach Beteiligten der Auseinandersetzung zu suchen - Verletzten ebenso wie Tätern. Auch ein Hubschrauber wurde angefordert und zog seine Kreise über dem Areal.

Schüsse in Berlin: Drei schwer verletzte Personen - Polizei sperrt Bereich in Kreuzberg ab

Der Tatort befindet sich augenscheinlich in einer Toreinfahrt an der Stresemannstraße, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete. Dort sollen demnach drei Verletzte gefunden worden sein. Die Polizei sperrte den Bereich ab.

Ein weiterer Verletzter wurde aus dem nahen Landwehrkanal gezogen, er soll eine Verletzung am Bein erlitten haben. Der Mann war laut Polizei von sich aus ins Wasser gesprungen. Rund um den U-Bahnhof Möckernbrücke, der direkt am Landwehrkanal liegt, suchte die Polizei mit Taschenlampen das Unterholz im Uferbereich ab.

Polizeibeamte suchen in der Nähe des Berliner U-Bahnhof Möckernbrücke nach Spuren.

Schüsse in Berlin am zweiten Weihnachtstag: Hintergründe sind noch unklar

Zu den Hintergründen der Tat konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Auch weitere Auskünfte gab es mit Hinweis auf den laufenden Einsatz zunächst nicht. (dpa/cibo)

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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