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Fahrzeugkontrolle mit tödlichem Ausgang: Die Polizei erschoss den Führer dieses offenbar zur Fahndung ausgeschriebenen Autos.

Auto war zur Fahndung ausgeschrieben

Polizei erschießt Mann bei Fahrzeugkontrolle - Toter soll gesuchter Straftäter gewesen sein

Eine Fahrzeugkontrolle auf dem Berliner Ring in Potsdam endete tödlich. Der Mann am Steuer soll eine Waffe gezogen haben und wurde von der Polizei erschossen.

10.37 Uhr: Bei dem von Polizisten auf der Autobahn 10 erschossenen Mann handelt es sich wohl um einen von der polnischen Polizei gesuchten Tatverdächtigen. Die Identifizierung des Mannes sei noch nicht vollständig abgeschlossen, sagte Polizeisprecher Torsten Herbst am Donnerstagmorgen. Den bisherigen Ermittlungen nach soll der 25-Jährige am Mittwoch mutmaßlich in Polen eine 26 Jahre alte Ukrainerin erschossen haben. Wegen des Tötungsdelikts waren die polnischen Kennzeichen des Wagens zur Fahndung ausgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat die Ermittlungen aufgenommen.

Update vom 12. September, 6.17 Uhr: Die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen bei einer Polizeikontrolle auf der Autobahn 10 laufen am Donnerstag weiter. Am Mittwoch erschossen Polizisten an der Anschlussstelle Berlin-Hellersdorf bei einer Kontrolle einen Mann, der kurz zuvor in Polen eine 26 Jahre alte Ukrainerin erschossen haben soll. 

Wie die Polizei in Potsdam mitteilte, hatten die Beamten das Fahrzeug gestoppt. Die polnischen Kennzeichen des Wagens waren wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes im Nachbarland zur Fahndung ausgeschrieben. Nach ersten Erkenntnissen richtete der Fahrer eine Waffe auf die Beamten.

Polizei erschießt Mann bei Fahrzeugkontrolle in Potsdam - er soll Waffe gezogen haben

Erstmeldung vom 11. September, 22.20 Uhr: Potsdam/Gorzow - Bei einer Kontrolle haben Polizisten auf der Autobahn 10 nordöstlich von Berlin einen Mann erschossen, der kurz zuvor in Polen eine junge Frau getötet haben soll. Wie die Polizei in Potsdam mitteilte, hatten die Beamten das Fahrzeug gegen 15.30 Uhr an der Anschlussstelle Hellersdorf auf dem Berliner Ring gestoppt.

Die polnischen Kennzeichen des Wagens waren wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes im Nachbarland zur Fahndung ausgeschrieben. Nach Informationen der BZ habe es sich dabei um eine Beziehungstat gehandelt.

Video: Polizei erschießt Mann bei Fahrzeugkontrolle

Tödliche Schüsse bei Verkehrskontrolle: Fahrer soll Waffe auf Polizisten gerichtet haben

Nach ersten Erkenntnissen richtete der Fahrer eine Waffe auf die Polizisten, wie die Behörde mitteilte. Die Beamten schossen demnach mehrfach auf den Mann und verletzten ihn dabei tödlich. Der Berliner Kurier berichtet, dass der Mann im Auto sitzend getroffen worden sei. Die Ermittlungen zur zweifelsfreien Identität des Mannes liefen am Abend noch. Die Auffahrt und die Richtungsfahrbahn in Richtung Prenzlau waren gesperrt.

Untersuchung des Tatorts: Zahlreiche Einsatzkräfte und -fahrzeuge sind schon tagsüber auf der A10 dabei.

Tödliche Schüsse bei Verkehrskontrolle: Fahrer hatte wohl 26-Jährige in Wäscherei in Polen erschossen

Nach Angaben der polnischen Polizei hatte der bewaffnete Mann am selben Tag gegen 13.00 Uhr eine Wäscherei in Gorzow in der polnischen Woiwodschaft Lebus, etwa 80 Kilometer nordöstlich von Frankfurt (Oder) betreten. Dort feuerte er einen oder mehrere Schüsse auf eine 26-jährige Ukrainerin ab. Sie starb.

Der Täter sei von der deutschen Polizei in der Nähe von Berlin erschossen worden, zitiert die polnische Nachrichtenagentur PAP am Abend einen Sprecher der Lebuser Polizei. Wegen der Fahndung habe man alle umliegenden Polizeiwachen informiert, darunter auch die deutsche Seite.

Tödliche Schüsse bei Verkehrskontrolle: Viele offene Fragen zum erschossenen Fahrer

Kriminaltechniker waren an der Autobahn vor Ort und untersuchten den Wagen des mutmaßlichen Straftäters, der allein in dem Fahrzeug gesessen haben soll. Zum Alter des Mannes konnte die deutsche Polizei noch keine Angaben machen. Auch nicht, seit wann er im Nachbarland zur Fahndung ausgeschrieben war und wen er wann erschossen haben soll. Ob der Mann auch geschossen habe, sei Gegenstand der Ermittlungen.

In dem Funkwagen, der das Auto des mutmaßlichen Straftäters gestoppt hatte, waren zwei Beamte. Die Ermittler suchen auch Zeugen des Vorfalls an der Autobahnanschlussstelle.

Tödliche Schüsse bei Verkehrskontrolle: Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Polizisten

Nach Worten eines Polizeisprechers in Potsdam wird in solchen Fällen das gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Frankfurt (Oder) informiert, die das Fahndungsersuchen an die deutschen Polizisten weitergibt. Nach Angaben des Polizeisprechers kommt es in Brandenburg selten vor, dass sich Polizisten bedroht fühlen und schießen.

Die Berliner Polizei wird noch immer von einem schweren Verkehrsunfall in der Hauptstadt in Atem gehalten, bei dem vier Passanten auf dem Bürgersteig von einem SUV erfasst und getötet wurden. Eine Haftstrafe droht einem 37-Jährigen, der ohne gültigen Führerschein unterwegs war in der Verkehrssünderkartei 373 Punkte ansammelte. In der Wohnung einer Vermissten in Hannover hat die Polizei eine Leiche entdeckt - die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus.

dpa

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Kommentare

Fefis MuhacklAntwort
(0)(0)

Mein Ausgangskommentar:

Zwischen soll Waffe gezogen haben und hatte die Waffe auf die Polizisten gerichtet haben ist ein ganz kurzer Moment und doch ein riesiger wie gewaltiger Unterschied.

Ob Sie das jetzt verstehen oder doch lieber missverstehen und missinterpretieren wollen, ist Ihr Problem und nicht meins.

DroschkenkutscheAntwort
(0)(0)

Ich weiß nicht welches Fach Sie studiert haben - Jura war es auf keinen Fall - oder die Vorlesung war sehr schlecht!

Bei Notwehr - auf nichts anderes stützen sich auch Polizeibeamte in einem solchen Fall - muss der Angriff u.a. gegenwärtig sein.
Eine Gegenwärtigkeit liegt vor, wenn eine Rechtsgutverletzung unmittelbar bevorsteht.
Dies ist dann der Fall, wenn das Verhalten des Täters also jederzeit in eine Rechtsgutverletzung umschlagen kann. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Täter eine Schusswaffe zieht um damit unmittelbar auf die Polizeibeamten zu schießen.
Dem Beamten bleibt ja sonst keine Zeit, seinerseits seine Waffe zu ziehen.

Das ist genauso zu betrachten, wie jemand, der ausholt um zuzuschlagen.
Da müssen Sie auch nicht auf den Einschlag warten.

Fritz_AAntwort
(1)(0)

Richtig: "abwarten was die weiteren Ermittlungen ergeben"
Und dabei wird genau die eingangs von Ihnen zitierte Frage gestellt und hoffentlich auch beantwortet.