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Rebecca Reusch: Nachbarin der Familie meldet mysteriöse Beobachtung - Doch die Reaktion der Ermittler überrascht

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Von Rebecca Reusch fehlt seit Februar 2019 jede Spur, nun enthüllen zwei Journalistinnen neue Details. Könnte das Mädchen etwa tatsächlich noch leben?

Berlin - Es ist ein mysteriöser Kriminalfall, der sich im Februar 2019 offenbar in Berlin abgespielt hat. Von der 15-jährigen Rebecca Reusch fehlt seit dem 18. Februar jede Spur. Zwei Journalistinnen nehmen sich nun dem Verschwinden der Schülerin an, in einem Podcast rollen Lena Niethammer und Miriam Arndts den Fall neu auf.

Von Rebecca Reusch (15) fehlt seit dem 18. Februar jede Spur. Ihre Schwester hat diese Fotos auf Instagram veröffentlicht. 
Von Rebecca Reusch (15) fehlt seit dem 18. Februar jede Spur. Ihre Schwester hat diese Fotos auf Instagram veröffentlicht.  © Screenshot Instagram Viiiivaaa_

Rebecca Reusch vermisst: Journalistinnen veröffentlichen erneut bislang unbekannte Details

Die neuen Details durch Gespräche mit Experten, Freunden der Vermissten und der Staatsanwaltschaft veröffentlichen die Macherinnen des Podcasts „Im Dunkeln. Der Fall Rebecca Reusch“ wöchentlich. Bereits in Folge eins überraschten die Journalistinnen mit exklusiven Details. Geht es nach den beiden Macherinnen des Podcasts, die ihre Informationen durch Personen mit Akteneinsicht beziehen, wurde dem Schwager des Mädchens sogar eine Lüge nachgewiesen.

Das sind die Journalistinnen hinter dem Podcast

Beide Journalistinnen sind nach eigenen Angaben für große Medienhäuser tätig. Miriam Arndts produziert demnach vor allem für die ARD. Lena Niethammer schreibt als freie Autorin unter anderem für Spiegel, die Zeit und das SZ-Magazin.

Doch auch Folge zwei enthüllt bislang unbekanntes Material, Folge drei wurden bislang unbekannte Nachrichten der Schülerin veröffentlicht. Der WhatsApp-Verlauf wirft Fragen auf. Denn für ihre Recherche besuchten die beiden Journalistinnen sogar die Straße, in der Rebecca Reusch in der Nacht ihres Verschwindens geschlafen hatte. Die damals 15-Jährige übernachtete im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz, einem Stadtteil von Berlin-Neukölln. Was Niethammer und Arndts dabei erfahren haben wollen, würde den Fall der vermissten Rebecca in ein gänzlich neues Licht rücken. Denn eine Nachbarin erklärt den beiden Journalistinnen, ein Mädchen am „späten Vormittag“ des 18. Februar auf der Straße gesehen zu haben.

Rebecca Reusch vermisst: Nachbarin schildert mysteriöse Begegnung - und interessantes Detail

Das „großgewachsene“ Mädchen soll seine Haare offen und eine rosa Decke unter dem Arm getragen haben. Besonders mysteriös: Ermittler veröffentlichten bereits wenige Tage nach dem Verschwinden von Rebecca, dass gemeinsam mit dem Mädchen auch eine lilafarbene Decke verschwunden sei. „Es hat doch in der Nacht zuvor geregnet. Nicht gerade Picknick-Wetter“, soll sich die Nachbarin bei der Begegnung gedacht haben. Als die Nachbarin das Mädchen gegrüßt habe, habe diese sie lediglich grimmig angeschaut. „Hat die eine miese Stimmung im Gesicht“, soll sich die Nachbarin dabei gedacht haben.

Gegenüber den Macherinnen des Podcasts erklärt die Nachbarin, dass sie beim Betreten ihres Hauses auf die Uhr geschaut habe. Kurz nach halb zwölf sei es gewesen. Als sie das Foto der vermissten Rebecca wenige Tage später in der Zeitung sieht, ist der Nachbarin aus dem Maurerweg klar, dass es sich dabei um das grimmig aussehende Mädchen handelt, das ihr am 18. Februar begegnet sei.

Rebecca Reusch vermisst: Nachbarin meldet interessante Begegnung - doch Ermittler winken offenbar ab

Obwohl sie die Begegnung bei der Polizei meldet, habe diese lediglich abgewunken. „Ja, Ja. Das könne doch gar nicht sein. Die Ermittlungen hätten etwas ganz anderes ergeben“, soll die Polizistin gegenüber der Nachbarin erwidert haben. Diese habe sich deshalb nicht ernst genommen gefühlt. Die Nachbarin habe seit diesem Zeitpunkt nie wieder etwas von den Ermittlern gehört, weitere Nachfragen seien auch nicht gestellt worden.

Wie die Journalistinnen in dem Podcast weiter erklären, soll die Polizei offenbar auch bei einer aktuellen Nachfrage abgewunken haben. Demnach sei die Nachbarin „wie alle anderen Hinweisgeber auch, angemessen und und respektvoll“ behandelt worden. „Ihre Wahrnehmung passe damals wie heute nicht zum objektiven Ermittlungsstand. Frau [ ] müsse sich also irren“, lesen die Macherinnen des Podcasts die Stellungnahme der Polizei vor.

Rebecca Reusch vermisst: Polizei Berlin weist Vorwürfe zurück - und bekräftigt eigenen Verdacht

In der zweiten Folge des Podcasts spielen die beiden Journalistinnen auch ein Video der Staatsanwaltschaft Berlin vor. Dieses wurde genau ein Jahr nach dem Verschwinden der Schülerin veröffentlicht. Darin bekräftigt Staatsanwalt Martin Glage, dass sich Ermittler noch immer sicher seien, dass Rebecca Reusch das Haus nicht lebend verlassen haben könne. Es könne ausgeschlossen werden, dass das Mädchen das Haus freiwillig verlassen habe. Auch eine Entführung könne sicher ausgeschlossen werden. „Insofern halten wir von all den Verschwörungstheorien, die teilweise in der Öffentlichkeit verbreitet wurden, wenig“, ist in dem Video zu hören.

Die Nachbarin der Familie von Rebecca Reusch, die das Mädchen am Vormittag auch gesehen haben will, beteuert im Gespräch mit Lena Niethammer und Miriam Arndts auch, dass sie von Ermittlern nicht befragt worden sei. Obwohl sie nur 100 Meter vom Haus im Maurerweg entfernt wohne.

Rebecca Reusch vermisst: Weitere Zeugin will die Schülerin am Tag ihres Verschwindens gesehen haben

Doch die Nachbarin der Familie Reusch ist nicht die einzige Person, die Rebecca noch am Tag ihres Verschwindens gesehen haben will. Eine weitere Zeugin will die damals 15-Jährige an einer Bushaltestelle gesehen haben. Die damals 18-Jährige will die vermisste Rebecca jedoch am Abend ihres Verschwindens gesehen haben. Das Mädchen habe hinter ihr gestanden und telefoniert, sie sei nicht in den Bus eingestiegen. Das habe sie damals auch den Ermittlern gemeldet. Die Zeugin ist sich bei ihrer Begegnung sehr sicher, schließlich kenne sie Rebecca seit Jahren. Sie sei damals mit der Schwester der Vermissten beim Cheerleading gewesen.

Und Lena Niethammer und Miriam Arndts berichten auch von einer weiteren Zeugin, die Rebecca am Morgen ihres Verschwindens im Maurerweg auf der Straße gesehen haben will. Doch ob es sich bei der Beobachtung tatsächlich um Rebecca gehandelt haben kann, bleibt unklar.

Unklar ist bislang auch, was genau im Fall des in Berlin vermissten Stefan T. passiert sein muss. Die Staatsanwaltschaft geht von Kannibalismus und einem Sexualverbrechen aus.

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