Ungewöhnliche Geburt

Berlin: Mann bringt Baby zur Welt

Berlin - Sensation in der Hauptstadt: Zum ersten Mal hat in Deutschland ein Mann ein Baby zur Welt gebracht - die ungewöhnliche Geburt spaltet die Meinungen.

Laut der "Berliner Zeitung" (BZ) hatte der Mann aus dem Stadtbezirk Neukölln das Kind bereits im April zur Welt gebracht. Der Transsexuelle war mit den Körpermerkmalen einer Frau zur Welt gekommen und hat sich bislang keiner biologischen Geschlechtsumwandlung unterzogen.

Im Sommer 2012 ließ sich der Mann künstlich befruchten, im April war das Kind bei einer Hausgeburt schließlich gesund zur Welt gekommen. Der Transsexuelle ließ sich in der Geburtsurkunde als Vater vermerken - offiziell hat das Kind demnach keine Mutter.

Bislang war das Baby unbemerkt von der Öffentlichkeit aufgewachsen. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Spiegel" wurde der Fall nun öffentlich gemacht und sorgte für Schlagzeilen - nicht nur positive.

Das Jugendamt zweifelt an den Angaben des Mannes

So zeigte sich beispielsweise der Neuköllner Jugendstadtrat Falko Liecke skeptisch: Der BZ erzählte er, er habe große Zweifel und Sorgen. Grund hierfür sei jedoch nicht die Tatsache, dass ein Transsexueller ein Kind zu Welt bringt, sondern vielmehr die Angaben des Mannes. Dieser hatte zunächst darum gebeten, das Geschlecht des Babys nicht eintragen lassen zu müssen. Als das Standesamt dem Mann diesen Wunsch nicht gewährte, teilte er mit, es sei ein Junge. Bislang konnte diese Angabe jedoch nicht bestätigt werden.

Das Jugendamt zweifelt daran, dass der Mann tatsächlich die Wahrheit gesagt hat - stattdessen sei man besorgt, dass der transsexuelle Vater eventuell gelogen haben könnte und nun wömöglich ein Mädchen als Jungen aufziehen wolle. Dies könnte laut dem Jugendamt schwerwiegende Folgen für das Kind haben.

Der unbekannte Deutsche ist weltweit gesehen nicht der erste schwangere Mann: Der Amerikaner Thomas Beatie hatte bereits 2008 für Schlagzeilen gesorgt, als er im US-Staat Oregon eine Tochter zur Welt brachte.

CS

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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