Terror-Werbung im Internet

Berliner Gericht verurteilt Al-Kaida-Unterstützer

Berlin - Das Kammergericht Berlin hat einen 36-jährigen Al-Kaida-Unterstützer zu fast drei Jahren Haft verurteilt. Er soll Werbefilme für die Terrororganisation verbreitet haben.

Das Kammergericht Berlin hat einen Al-Kaida-Unterstützer zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Gericht sprach den 36-Jährigen am Freitag wegen Werbens um Mitglieder und Unterstützer für eine terroristische Vereinigung im Ausland schuldig. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte von April bis September 2009 insgesamt vier Videofilme ins Internet gestellt habe, um für Al Kaida zu werben. (Az. (1) 152 OJs 2/12)

Als strafmildernd wertete das Gericht nach eigenen Angaben, dass der Mann nicht vorbestraft sei und die Vorwürfe teilweise eingeräumt habe. Strafverschärfend wurde gewertet, dass der Angeklagte mit "großer Professionalität" vorgegangen sei und eine "extrem gefährliche Organisation" unterstützt habe. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte für den Angeklagten eine Strafe von drei Jahren und drei Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Gegen das Urteil kann Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt werden.

afp

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