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Das "Opfer" ist eine Puppe, doch die Kriminalpolizisten, die die Spuren des simulierten Terror-Anschlags in Berlin sichern, sind echt. 

"Abstrakt hohes Anschlagsrisiko"

Berliner Polizei simuliert "Charlie Hebdo"-Anschlag

Berlin - Dramatische Szene spielten sich am Mittwoch in Berlin ab: Attentäter feuerten auf offener Straße wahllos um sich und erschossen Menschen. Doch zum Glück war der Anschlag nicht echt.

Im Januar stürmten Islamisten die Redaktion der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris. Jetzt hat die Berliner Polizei einen ähnlichen Terroranschlag simuliert. Dabei wurden drei Zivilisten und zwei Polizisten von den "Attentätern" erschossen, bevor diese schließlich selbst "getötet" wurden. 

Bei der Übung mit von der Bundeswehr angesprengten Fahrzeugen lag das Hauptaugenmerk auf der anschließenden Spurensuche. Aufgabe der rund 180 beteiligten Beamten war es, Hinweise auf Pläne für einen möglichen weiteren Anschlag zu erkennen, um diesen zu verhindern.

"Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass einzelne zu Sturmgewehr und Handgranate greifen, um ungeschützte Ziele anzugreifen", sagte Polizeisprecher Stefan Redlich am Vormittag nach Beginn der auf mehrere Stunden ausgelegten Simulation. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sprach von einem "weiterhin abstrakt hohen Anschlagsrisiko" in der Stadt. Konkrete Hinweise auf geplante Attentate lägen den Behörden aber nicht vor.

In Paris hatten Anfang Januar zwei Islamisten die Redaktionsräume der Satirezeitung "Charlie Hebdo" gestürmt, die mehrfach mit Mohammed-Karikaturen für Aufsehen gesorgt hatte. Die beiden Angreifer erschossen zwölf Menschen. Sie wurden nach zweitägiger Flucht schließlich bei einem Polizeieinsatz nördlich von Paris getötet.

Polizei simuliert in Berlin Anschlag nach "Charlie Hebdo"-Vorbild

afp

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