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Diese Violine wurde beim Untergang der Titanic vom Orchesterchef Wallace Hartley gespielt

Sie spielte bis zum Schluss

Berühmte "Titanic"-Violine wird versteigert

Belfast - Sie wurde bis zum Untergang der "Titanic" vom Chef des berühmten Schiffsorchesters gespielt. Jetzt wird die mehr als hundert Jahre alte Violine ausgestellt - und anschließend versteigert. 

Die vom Chef des "Titanic"-Orchesters bis zum Untergang des als unsinkbar geltenden Schiffs vor 101 Jahren gespielte Violine wird in Nordirland ausgestellt. Sie werde von Mittwoch an bis zum 13. Oktober im Museum "Titanic Belfast" zu sehen sein, teilte das Haus am Montag mit. Am 19. Oktober solle die Violine dann im südwestenglischen Wiltshire versteigert werden, hieß es weiter.

Die Geige gehörte Wallace Hartley, dem Chef des achtköpfigen Schiffsorchesters. Das Orchester der "Titanic" soll beim Untergang im April 1912 bis zuletzt gespielt haben. Alle acht Musiker kamen bei dem Unglück ums Leben. Hartleys Leiche wurde zehn Tage nach dem Untergang des Schiffs geborgen - zusammen mit einem Geigenkasten aus Leder, in dem sich die Violine befand.

Die Violine wurde Hartleys Verlobter Maria Robinson übergeben, die sie ihm zur Verlobung geschenkt hatte. Nach Robinsons Tod im Jahr 1939 wurde die Geige der Heilsarmee gespendet und später an eine Familie weitergereicht, die sie jahrzehntelang auf dem Dachboden aufbewahrte. Vor sieben Jahren wandte sich die Familie an ein Auktionshaus, das im vergangenen März die Echtheit des Instruments bestätigte.

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Die Echtheit konnte unter anderem anhand einer kleinen Plakette aus Silber an der Geige nachgewiesen werden. "Für Wallace, aus Anlass unserer Verlobung, Maria", lautet die Inschrift. Die Geige weist lediglich zwei Risse auf, ihr Wert wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Bereits in den 1940er Jahren attestierte jedoch ein Musiklehrer der Heilsarmee, dass die Violine unspielbar sei, "sicher wegen ihres bewegten Lebens".

AFP

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