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Wird der Reifen zur Todesfalle? Die Behörden sind sich einig. 

Ein Wettlauf gegen die Zeit

Bestialische Qualen: Krokodil kämpft seit einem Jahr ums Überleben - wer ist schuld?

Seit über einem Jahr steckt ein Krokodil im Würgegriff eines Autoreifens. Die Schlinge zieht sich immer enger, der kalte Atem des Todes kommt nun bedrohlich nahe.  Stecken Menschen hinter der bestialischen Todesfalle? 

Ein Krokodil, das seit mehr als einem Jahr mit einem Reifen um den Hals in einem indonesischen Fluss unterwegs ist, soll gerettet werden. Seitdem ein Anwohner ein Video aufnahm, auf dem das Reptil augenscheinlich nach Luft ringt, vermuten die Behörden, dass der Reifen zu eng wird. Nun soll das Krokodil eingefangen werden, um es von seiner Gummi-Halskette zu befreien.

Das vier Meter lange Salzwasserkrokodil wurde seit dem Jahr 2016 immer wieder im Fluss Palu gesichtet, der durch die gleichnamige Hauptstadt der Insel Sulawesi führt. Zuletzt wurde es unter einer Brücke gesehen, woraufhin begeisterte Passanten Selfies mit dem Tier machten. Tierschützer gehen davon aus, dass jemand dem Krokodil absichtlich den Motorradreifen überstreifte, um es einzufangen.

Lebensbedrohlich: Fragezeichen hinter möglicher Rettung

"Im letzten Jahr war noch genug Platz, dass das Krokodil seinen Hals bewegen konnte", sagte Haruna, der Leiter der örtlichen Tierschutzbehörde, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Aber wir werden nicht warten, bis der Reifen das Tier erwürgt. Wir werden es retten."

Allerdings habe die Behörde nicht die nötigen Geräte, um das Reptil einzufangen, und wisse ohnehin derzeit nicht, wo es sei. Einen Betäubungspfeil wollen die Tierschützer nicht abschießen. Sie fürchten, dass das Krokodil dann vor Schreck wieder im Fluss abtaucht, bevor die Betäubung wirkt. Nach Angaben von Haruna wollen die Tierschutzbeamten nun versuchen, das Reptil mit einer im Fluss installierten Falle einzufangen. Sie soll bei Niedrigwasser auf dem Grund installiert werden. Im Fluss Palu leben noch rund 20 weitere Krokodile.

AFP

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