Er hat Leben seiner Opfer zerstört

18 Jahre Gefängnis wegen "Racheporno"-Webseite

San Diego - Weil er tausende pornografische Fotos auf einer sogenannten "Racheporno"-Webseiteins Netz gestellt hat, muss ein Mann in Kalifornien 18 Jahre ins Gefängnis. 

Der 28-Jährige war im Februar verurteilt worden, am Freitag verkündete das Gericht in San Diego das Strafmaß. Die Generalstaatsanwältin von Kalifornien, Kamala Harris, erklärte, es sei das erste Mal, dass in den USA jemand wegen eines derartigen Deliktes strafrechtlich verfolgt worden sei.

Der Täter hatte zwei Websites betrieben. Auf der einen, ugotposted.com, veröffentlichte er explizite Fotos von Männern und Frauen, die deren frühere Partner bereitstellten. Name, Wohnort, Alter und ein Link zu den Facebook-Profilen der Betroffenen wurden mit angegeben. Auf einer zweiten Webseite ermöglichte er den Opfern, ihre Fotos von der ersten Website löschen zu lassen. Dafür mussten sie ihm 350 Dollar (320 Euro) zahlen.

Eines seiner Opfer wurde deswegen von Mutter verbannt

"Mein Leben geriet in einen Abwärtsstrudel", sagte eines der weiblichen Opfer im Prozess. Sie sei von ihrer Mutter verbannt worden, weil sie Schande über die Familie gebracht habe. Eine weitere Betroffene sagte, ihr falle es schwer, den Website-Betreiber als "menschliches Wesen" zu betrachten. Er habe ihr Leben zerstört.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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