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Betreibern von spanischem Atomkraftwerk droht Rekordstrafe

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Madrid - Wegen eines Störfalls in einem Atomkraftwerk im Nordosten Spaniens droht den Betreibern eine Rekordstrafe von bis zu 22,5 Millionen Euro.

Die spanische Aufsichtsbehörde für nukleare Sicherheit (CSN) sah es in einem Untersuchungsbericht als erwiesen an, dass die Verantwortlichen des Kraftwerks Ascó I bei Tarragona bei dem Zwischenfall im November 2007 gravierende Fehler begingen. Sie schlug dem spanischen Industrieministerium am Montag die Verhängung einer Geldbuße in Höhe von 9 bis 22,5 Millionen Euro vor.

Aus dem Atomreaktor war bei dem Störfall radioaktiv verseuchter Wasserdampf ins Freie gelangt. Nach Ansicht der CSN bestand für die Bevölkerung keine akute Gefahr. Die Behörde legte den Kraftwerksbetreibern jedoch zur Last, die Panne erst sechs Monate später gemeldet und den Zwischenfall obendrein heruntergespielt zu haben. Das Kraftwerk wird von den Energiekonzernen Endesa und Iberdrola betrieben.

Die Unternehmen entließen mittlerweile den Direktor und den Sicherheitschef des Kraftwerks. Das Madrider Industrieministerium muss nun über die Höhe der Geldbuße entscheiden. 2006 hatte es für die Betreiber des Atomkraftwerk Vandellòs II eine Strafe von 1,6 Millionen Euro verhängt. Dies ist bislang die höchste Geldbuße in der spanischen Atomwirtschaft.

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