Betrüger in Baden-Württemberg nutzen die Not der Unternehmen in der Coronavirus-Pandemie gnadenlos aus und klauen Daten über die Soforthilfe.
+
Eine Seniorin fiel in einem sozialen Netzwerk auf einen Betrüger herein (Symbolbild).

Betrug in Sozialem Netzwerk

Polizei warnt vor „scheinbar sehr talentiertem jungem Sänger mit einem berühmten Namen“

  • Momir Takac
    vonMomir Takac
    schließen

Eine Seniorin ist von einem Kriminellen betrogen worden. Sie übwerwies einem vermeintlichen Sänger einen fünfstelligen Betrag. Die Polizei warnt, stets misstrauisch zu sein.

  • In NRW ist eine Seniorin Opfer eines Kriminellen geworden.
  • Die 69-Jährige wurde von einem angeblichen Musik-Star um einen fünfstelligen Betrag geprellt.
  • Der Betrug nahm seinen Anfang in den sozialen Medien.

Viersen - Seniorinnen und Senioren werden besonders oft Opfer von Betrug. Kriminelle nutzen dabei Gutgläubigkeit, Hilfsbereitschaft und Ahnungslosigkeit der alten Menschen gnadenlos aus. Enkeltrick, falsche Polizisten* oder vermeintliche Handwerker und der Taschendiebstahl in der eigenen Wohnung sind die klassischen Betrugsmaschen.

Doch die Methoden werden immer dreister. Auf einen neuen und noch dazu besonders frechen Trick ist jetzt eine Seniorin in Nordrhein-Westfalen hereingefallen. Eine 69-Jährige aus dem Viersener Stadtteil Süchteln wurde in einem sozielen Netzwerk auf einen angeblichen Sänger aufmerksam. Die Frau stieß auf ein Video des vermeintlichen Musik-Stars.

Kontakt über soziale Medien: Seniorin überweist vermeintlichem Sänger hohen Geldbetrag

Die Polizei spricht von einem „scheinbar sehr talentierten jungen Sänger mit einem berühmten Namen“. Nachdem die Seniorin das Video offenbar kommentierte, baute sich ein Kontakt auf. Wie die Polizei weiter schreibt, gab der Mann an, Geld für die Produktion eines Solo-Albums zu benötigen. Nach dem Erscheinen der Platte, würde er das Geld „fürstlich“ zurückzahlen.

Die 69-Jährige überwies dem vermeintlichen Sänger einen hohen fünfstelligen Betrag. Gehört hat sie von dem Mann daraufhin nichts mehr. Als der vereinbarte Rückzahlungstermin verstrich, war der Kontakt abgebrochen. „Das Geld dürfte auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein", schreibt die Polizei. Auch eine tz-Redakteurin wurde Opfer eines Internet-Betrugs. Im Artikel schildert sie, wie sie den Kriminellen* ins Netz ging.

Seniorin über das Internet betrogen: Polizei warnt eindringlich

Die Beamten der Kreispolizeibehörde Viersen warnen eindringlich, stets misstrauisch zu sein: „Egal, ob am Telefon, im Netz, an der Haustür oder auf dem Parkplatz des Supermarkts. Die Betrüger verstehen leider ihr Handwerk. Sie können sehr überzeugend sein. Sie gaukeln Ihnen vor, ein Polizeibeamter, Staatsanwalt, Angehöriger oder auch ein berühmter Sänger zu sein.“ In anderen Worten lautet die Warnung: „Wenn sich Dinge zu schön anhören und zu schön aussehen, um wahr zu sein - dann sind sie es oft auch nicht.“ (mt) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mann gewinnt im Lotto Rekord-Jackpot - in nur acht Jahren verjubelt er die Kohle auf alle erdenklichen Weisen
Mann gewinnt im Lotto Rekord-Jackpot - in nur acht Jahren verjubelt er die Kohle auf alle erdenklichen Weisen
Neue Corona-Reisewarnungen: Weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt - insgesamt 14 von 27 EU-Ländern betroffen
Neue Corona-Reisewarnungen: Weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt - insgesamt 14 von 27 EU-Ländern betroffen
Corona in Deutschland: Laschet fordert neue Art der Risikobewertung - und will Österreich nacheifern
Corona in Deutschland: Laschet fordert neue Art der Risikobewertung - und will Österreich nacheifern
Corona stellt Österreich vor Probleme: Nach harten Winter-Regeln - Kurz-Klatsche in Umfrage
Corona stellt Österreich vor Probleme: Nach harten Winter-Regeln - Kurz-Klatsche in Umfrage

Kommentare