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Der Mann (43) hat sich im Ehebett an seiner Tochter (17) vergangen.

"Aus Versehen" Sex mit Tochter: Milde Strafe

Nieheim - Ein Mann (43) der vor sich zwei Jahren im betrunkenen Zustand "aus Versehen" an seiner Tochter (17) vergangen hatte, wurde vom Landgericht Paderborn zu einer milden Strafe verurteilt. Hier erfahren Sie, warum:

Der Vater dreier Kinder aus Nieheim (Nordrhein-Westfalen) wurde am Donnerstag zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Außerdem muss er 1000 Euro an soziale Einrichtungen zahlen. Das berichtet die "Neue Westfälische".

Es war eine seltsame Situation, die sich im Juni 2008 im Haus der fünfköpfigen Familie abspielte: Die 17-jährige Tochter war am Abend völlig betrunken nach Hause gebracht worden. Darüber geriet das Ehepaar in Streit, so dass der bereits angetrunkene Vater zu einem Nachbarn verschwand, um dort noch einige Biere zu trinken.

Während der Mann sich weiter volllaufen ließ, legte seine Frau die weggetretene Tochter ins Ehebett. Wie die Mutter (39) vor Gericht erklärte, sollte sie von dort schnell das Bad erreichen können, falls sie sich übergeben müsse.

Als der betrunkene Vater später ins Schlafzimmer kam, legte er sich ebenfalls ins Ehebett. Dann hatte er Sex mit der Frau neben ihm. Vor Gericht beteuerte der 43-Jährige mehrfach, dass er keinesfalls bemerkt habe, dass seine Tochter und nicht seine Frau im Bett lag. Nach seiner Argumentation sei der Inzest also ein schlimmes Missverständnis gewesen.

So sei er auch geschockt gewesen, als er nach einem Toilettengang später im Schein der Flurlampe das 17-jährige Mädchen erkannte. Richterin Margot Manthey wies den Angeklagten aber klar darauf hin, dass sein Verhalten definitiv strafbar war - auch wenn er gar keinen sexuellen Kontakt mit seiner Tochter im Sinn gehabt habe.: "Man darf überhaupt keinen Menschen, der schläft, sexuell bedrängen."

Nach dem Inzest behielt die Schülerin den Vorfall zunächst für sich und vermied engeren Kontakt mit ihrem Vater. Erst nachdem mit sie ihrer Cousine darüber gesprochen hatte, vertraute sie sich auch ihrer Mutter an. Die Frau erstattete umgehend Anzeige und trennte sich von ihrem Mann.

fro

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