Bruno blieb "standhaft"

Zu "gut" im Bett: Italiener muss ins Gefängnis

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Padua - Ein 42 Jahre alter Italiener ist ein derart guter Liebhaber, dass er für seine Ausdauer im Bett sogar zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

Die Geschichte klingt wie ein schlechter Scherz: Ein Italiener aus der norditalienischen Stadt Vigodarzere ist im wahrsten Sinne des Wortes ein verboten guter Liebhaber. Denn für seine außergewöhnlichen Leistungen im Bett wurde der 42 Jahre alte Mann zu einer Gefängnisstraße verdonnert.

Wie kam es zu dem kuriosen Urteil? Der Italiener namens Bruno vergnügte sich mit seiner Partnerin regelmäßig derart laut, dass sich die Nachbarn gestört fühlten, wie die italienische Nachrichtenseite Corriere del Veneto online berichtet. Immer wieder kam es zu Beschwerden. Schließlich ordnete ein Richter sogar an, Bruno müsse die Lautstärke seiner Liebesspiele drosseln. Doch das konnte oder wollte der 42-Jährige offenbar nicht und blieb "standhaft". Er brachte seine Herzensdame weitherin unüberhörbar in Ekstase und sich selbst damit schließlich vor Gericht. Denn insgesamt zwölf Nachbarn klagten. Das Gestöhne fühle sich an wie Stalking, so die Argumentation der Anwohner.

Stalking sei doch etwas anderes als Lärm, verteidigte sich der Italiener, der wohl nie damit gerechnet hätte, wegen seiner leidenschaftlichen Liebesdienste mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Doch das Zivilgericht in Padua urteilte zu Gunsten der Nachbarn und verdonnerte Bruno zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Der will jetzt gegen das Urteil in Berufung gehen. Sollte er damit scheitern, könnten sich die Anwohner zumindest für ein halbes Jahr auf eine Ruhepause freuen. 

Kuriose Prozesse auch in Deutschland

Einen ähnlichen Prozess gab es übrigens auch schon in Deutschland. In Warendorf landete das Gestöhne eines Pärchens vor Gericht, nachdem sich die Nachbarn gestört fühlten. Das dortige Amtsgericht ordnete an, die Nachtruhe im Mietshaus zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nicht zu stören, "insbesondere durch lautes Gestöhne, Geschreie und Gerede" (Az.: 5 C 414/97). 

Ebenfalls ein kurioser Fall wurde vor dem Amtsgericht Mönchengladbach verhandelt. Ein Mann hatte geklagt, weil er in seinem Urlaubsdomizil in Menorca statt eines Doppelbetts nur zwei Einzelbetten bekommen hatte. Ein "friedliches und harmonisches Einschlaf- und Beischlaferlebnis" sei wegen der getrennten Betten nie zustande gekommen. Für den entgangenen Spaß forderte er Schadenersatz - vergeblich (Az: 5a C 106/91).

vh

Rubriklistenbild: © dpa

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