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Bettler in Spanien erfroren

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- Madrid - Die Kältewelle in Spanien hat ein Menschenleben gefordert. In Córdoba im Süden des Landes erfror am Dienstag ein 63jähriger Bettler, der bei Temperaturen unter null Grad in einer Werkshalle übernachtet hatte. Nordspanien erholte sich weitgehend vom Schneechaos der vergangenen Tage. Nach Angaben der Behörden waren die Autobahnen und die wichtigsten Fernstraßen wieder passierbar.

Allerdings waren noch immer 80 kleinere Dörfer durch den Schnee von der Außenwelt abgeschnitten. Die konservative Opposition kündigte an, das Chaos auf den Straßen im Parlament zur Sprache zu bringen, und forderte die Ablösung der Zivilschutzchefin Celia Abenza. In der Nacht zum Montag hatten bei Burgos etwa 9000 Autofahrer mit ihren Fahrzeugen im Schnee festgesessen.

Die Regierung machte dafür zunächst die Fahrer verantwortlich, die trotz wiederholter Warnungen ohne Schneeketten unterwegs waren. Demgegenüber erklärte der Oppositionsführer Mariano Rajoy: "Es kann nicht hingenommen werden, dass man jetzt die Schuld bei den Bürgern sucht, die in Ruhe mit ihren Autos fahren wollten." Verkehrsministerin Magdalena Alvarez räumte später ein: "Da ist wohl etwas schief gelaufen."

Die Meteorologen sagten das Aufziehen einer neuen Front mit polarer Kaltluft voraus. Die Kälte werde jedoch nicht mehr so streng sein wie am zweiten Weihnachtstag. 

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