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Bettwanzen-Alarm während G7 - Polizisten aus Österreich reisen vorzeitig ab

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Von: Martina Lippl

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Gemeine Bettwanze Illustration of a bedbug on human skin Illustration
Verursacht schon beim Anblick höllischen Juckreiz: Eine Illustration einer gemeine Bettwanze auf menschlicher Haut. © Science Photo Library/imago

Zum G7-Gipfel in Elmau sind die Sicherheitsstandards extrem hoch – bis Dienstag jedenfalls. Polizisten aus Österreich mussten vorzeitig ihren Einsatz abbrechen – wegen Bettwanzen.

Wien – Das Polizeiaufgebot rund um den G7-Gipfel in Elmau ist enorm. Für Sicherheitsmaßnahmen vom Flughafen München auf dem Weg zum Gipfel in Elmau sind 18.000 Beamte im Einsatz, darunter auch 500 Tiroler Beamte. Abwehr von Terrorgefahr, Drohnenangriffe und auch Demonstrationen gehörten laut dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dazu. Der Einsatz, der rund 170 Millionen kosten soll, sei nicht überdimensioniert.

Bettwanzen-Alarm während G7 - Polizisten aus Österreich reisen vorzeitig ab

Wie die österreichische Kronen Zeitung berichtet, waren die Tiroler Polizisten in der Axamer Lizum in den Stubaier Alpen in Tirol (Österreich) stationiert. In der dortigen Unterkunft gab es allerdings ein böses Erwachen für einige Beamten. Unter dem Radar trotz aller Sicherheitsvorkehrungen waren bluthungrige Bettwanzen am Werk. Ihre Opfer: Polizeibeamte, die unter anderem für Personenkontrollen nahe der Grenze zum Einsatz kommen sollten. Wegen Bettwanzen-Alarm wurden laut Krone Beamte einer Einsatzeinheit nach Hause geschickt. Die Unterkunft war demnach von Bettwanzen befallen. Ein Sprecher der Tiroler Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber dem Blatt. Über die genaue Zahl der Betroffenen habe der Polizeisprecher keine Auskunft geben können. Es seien aber nur wenige gewesen, die Auswirkungen verspürt haben. „Da ohnehin eine Personalreduzierung geplant war, wurden nun gleich alle drei Züge der Einsatzeinheit Tirol von der Lizum abgezogen. Das sind 80 Polizisten.“

Bettwanzen können höllischen Juckreiz verursachen

Bettwanzen (Cimex lectularius) können extrem juckende und massiv allergische Hautreaktionen auslösen. Denn, die birnenförmigen behaarten Winzlinge sondern beim Stechen einen Stoff ab, der neben Schlafstörungen auch starke allergische Reaktionen verursachen kann. Antihistamin-Salben helfen, so Fachleute. Die gute Nachricht: Bettwanzen übertragen keine Krankheiten und sind deswegen in Österreich sowie in Deutschland auch nicht meldepflichtig. Deswegen gibt es auch keine Daten über ihre Verbreitung. Bettwanzen reisen in Koffern und Taschen mit und damit um die ganze Welt. Ein untrügliches Zeichen für einen Wanzenbefall sind Kotspuren: kleine schwarze Punkte auf Tapete und Bettrahmen. Dann kann nur ein professioneller Schädlingsbekämpfer helfen.

Bettwanzen sind ein Tabu-Thema: Forscher haben herausgefunden, dass die Parasiten eine Lieblingsfarbe haben. (ml)

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