Bewährungsstrafe wegen Ikea-Erpressung

Köln - Wegen versuchter Erpressung des Ikea-Konzerns ist ein Flugabfertiger am Donnerstag in Köln zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Amtsgericht rechnete es dem 24-Jährigen strafmildernd an, dass er noch nicht einschlägig vorbestraft war und die Tat gestanden hatte. In seiner Urteilsbegründung nannte der Richter den Erpressungsversuch “eine komplette Deppenaktion“.

In den Augen der Staatsanwaltschaft war der Angeklagte ein “klassischer Trittbrettfahrer“. Er hatte im August eine E-Mail an den Möbelkonzern geschickt und sich darin auf eine Explosion in einer Dresdener Ikea-Filiale bezogen. Er drohte mit weiteren Anschlägen, falls der Konzern ihm nicht 100 000 Euro bezahle.

Die E-Mail hatte er aus einem Internetcafé im Köln-Bonner Flughafen abgeschickt. Dort befand sich jedoch eine Überwachungskamera. Anhand der aufgenommenen Bilder konnte die Polizei den Täter schnell identifizieren und festnehmen. Bereits erste Ermittlungen ergaben, dass er mit dem Anschlag in Dresden nichts zu tun hatte.

Der Mann begründete seine Tat mit Geldproblemen. In mehreren Filialen des schwedischen Möbelriesen in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Deutschland sind in den vergangenen Monaten kleine Sprengsätze explodiert.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos
Valencia - Rund 2000 Menschen haben im Osten Spaniens die Nacht zum Freitag bei eisigen Temperaturen auf einer eingeschneiten Autobahn verbracht.
Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos
Totgeprügelter Niklas (17): Angeklagter bestreitet Tatbeteiligung
Bonn - Ganz Deutschland stand unter Schock, als der 17-jährige Niklas in Bonn nach einem Schlag auf die Schläfe starb. Die Staatsanwaltschaft hält den Schläger für …
Totgeprügelter Niklas (17): Angeklagter bestreitet Tatbeteiligung
Lawinen-Drama in Italien: Acht Überlebende gerettet
Rom - Es grenzt an ein Wunder: Obwohl sie fast schon die Hoffnung aufgegeben hatten, Überlebende in dem verschütteten Hotel im italienischen Erdbebengebiet zu finden, …
Lawinen-Drama in Italien: Acht Überlebende gerettet
Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben
Melbourne - Über drei Straßenblocks hinterlässt ein Amokfahrer in Melbourne eine Spur der Verwüstung. Vier Menschen hat er mit dem Auto getötet. Der Mann ist der Polizei …
Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Kommentare