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In Holland hergestelltes Bier darf in Deutschland künftig nicht mehr unter dem Namen "Bavaria" vertrieben werden.

Holländische Brauerei unterliegt

Urteil: "Bavaria"-Bier muss vom deutschen Markt

München - Seit Jahren vertreibt eine holländische Firma in Deutschland Biere unter dem Namen "Bavaria". Die müssen nun aus den Regalen verschwinden, entschied der Bundesgerichtshof.

Auf dem Etikett steht Bavaria - doch aus Bayern kommt das Bier nicht: Seit Jahren vertreibt die holländische Brauerei Bavaria Beer ihren Gerstensaft unter dem Namen "Bavaria Holland Beer" in Deutschland, hat sich den Namen als Marke schützen lassen. Doch wie der Bundesgerichtshof entschied, muss sie die Marke hierzulande nun löschen lassen. Der Grund: Die Bezeichnung "Bayerisches Bier" ist in Deutschland geschützt.

Vor rund 18 Jahren hatte die Bavaria Brauerei ihre Marke rechtlich schützen lassen - dagegen protestierte der Bayerische Brauereiverbund und reichte 2001 eine Klage gegen die Brauerei ein. Das Verfahren zog sich von bayerischen Gerichten über den Europäischen Gerichtshof, bis es vom Oberlandesgericht München endgültig entschieden wurde. Die niederländische Firma versuchte das Urteil zunächst anzufechten, wurde jedoch vom Bundesgerichtshof endgültig abgewiesen.

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Friedrich Düll, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, sieht in dem Urteil einen "Meilenstein in der Bekämpfung von Trittbrettfahrern", die die Aufmachung ihres Bieres bewusst an bayerisches Bier anlehnten und damit seinen weltweiten guten Ruf für sich nutzten. Die Entscheidung sei zu bewerten als "praktizierter Verbraucherschutz", so Düll.

Als "bayerisches Bier" darf nur nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebrautes Bier aus Bayern bezeichnet werden. Damit steht es auf einer Stufe mit Spezialitäten aus ganz Europa wie dem Parmaschinken, Roquefort-Käse oder Lübecker Marzipan.

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