Birma

160 000 Menschen fliehen vor Zyklon

Rangun/Dhaka - Zyklon „Mahasen“ im Golf von Bengalen hat schon vor Erreichen der Küste mehr als 160 000 Menschen in Birma in die Flucht getrieben.

Im benachbarten Bangladesch stellten die Behörden den Betrieb an zwei Flughäfen und im Hafen Chittagong ein. „Mahasen“ wirbelte nach Angaben der Meteorologiebehörden am Mittwoch rund 760 Kilometer vor der Küste und nahm Kurs auf die Grenzregion zwischen Birma und Bangladesch.

In Birma wurden die betroffenen Anwohner der Küstenregion Rakhine aus der unmittelbaren Gefahrenzone ins Landesinnere gebracht, berichteten die Behörden. Bangladesch baute Zyklon-Schutzhütten an der Küste und mobilisierte 50 000 Freiwillige.

Rund 60 Menschen wurden nach einem Bootsunglück in der Nacht zu Dienstag in Birma noch vermisst. Sie wollten auf eigene Faust in überfüllten Booten aus der gefährdeten Ortschaft Pauktaw flüchten. Mindestens zwei Boote kenterten. Nur 42 Menschen wurden gerettet. Birmas Präsident Thein Sein nahm die Sturmvorbereitungen in der Rakhine-Region persönlich in Augenschein. „Seine Botschaft: Die Regierung muss Leben retten“, sagte UN-Sprecher James Munn. 2008 verwüstete Zyklon „Nargis“ das Irrawaddy-Delta weiter südlich und riss mindestens 138 000 Menschen in den Tod. Die damals noch regierende Militärjunta stand wegen schleppender Hilfe international am Pranger. Thein Sein war zu der Zeit Regierungschef.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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