Bischof will Einsatz pädophiler Priester erschweren

Trier - Nach anhaltender Kritik am Einsatz pädophiler Priester im Bistum Trier hat sich der Trierer Bischof Stephan Ackermann vor Beginn der Heilig-Rock-Wallfahrt für eine Verschärfung der Missbrauchsleitlinien ausgesprochen.

In mindestens zwei Fällen wurden zuvor wegen Missbrauchs Minderjähriger beziehungsweise des Besitzes von Kinderpornografie verurteilte Priester im Bistum weiter als Seelsorger in Altenheimen oder Krankenhäusern eingesetzt.

“Diskreditieren wir damit nicht diese Bereiche und setzen die hier arbeitenden Seelsorger einem Generalverdacht aus?“, sagte Ackermann dem “Trierischen Volksfreund“ (Samstagausgabe). Auch die vor zwei Jahren überarbeiteten Leitlinien zum Umgang mit sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche will Ackermann ändern. In den Leitlinien heißt es bisher, dass Missbrauchsstäter nicht mehr in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden dürfen, in der Seelsorge unter Auflagen dagegen schon, wenn ein Gutachten grünes Licht gibt.“Hier gibt es Nachbesserungsbedarf“, sagte Ackermann. Dieses sei bei der in den nächsten Monaten anstehenden Überprüfung der Leitlinien unbedingt zu berücksichtigen.

Der Trierer Bischof amtiert seit zwei Jahren als Missbrauchsbeauftragter der katholischen Kirche in Deutschland. Unter dem Druck der neu entbrannten öffentlichen Diskussion um pädophile Priester werden sich die Bischöfe nach Informationen des “Trierischen Volksfreunds“ auf ihrer Herbstvollversammlung 2012 mit dem Thema befassen.

dapd

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