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„Schwere und schwerste Aufsichtspflichtverletzungen“ wirft das Bistum den Mitarbeitern der Kita in Mainz vor.

Übergriffe gingen weit über "Doktorspiele" hinaus  

Sexuelle Gewalt: Bistum kündigt Kita-Mitarbeitern

Mainz - Das Bistum Mainz hat sexuelle Übergriffe unter Kindern in einer katholischen Kita bestätigt und allen Erzieherinnen und Erziehern der Einrichtung fristlos gekündigt.

Die Mitarbeiter hätten Mitteilungen der Eltern über Übergriffe an ihren Kindern nicht ernst genommen, heißt es in einem Brief des Bistums vom Donnerstag an die Eltern. Es gebe derzeit keine andere plausible Erklärung für die Vorfälle als „schwere und schwerste Aufsichtspflichtverletzungen“.

Auch Kardinal Karl Lehmann sei über das Ausmaß und die Vielzahl der Fälle tief betroffen. Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, will die Einrichtung bis zum neuen Kita-Jahr geschlossen lassen.

In der Kita soll es über einen längeren Zeitraum zu sexuellen Übergriffen gekommen sein, die in ihrem Ausmaß über alterstypische Doktorspiele hinausgingen. Anfang vergangener Woche hatte die Pfarrei die Einrichtung vorerst geschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflichten.

dpa

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