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Einen lieben letzten Gruß hat die Familie in Texas nicht übrig - dafür einen bitterbösen Nachruf.

Vater gestorben

Bitterböser Nachruf: „Er lebte länger, als er verdient hatte“

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Galveston - Egal wie unbeliebt jemand Zeit seines Lebens war: Auf der Beerdigung suchen Angehörige, Freunde und Bekannte meist alle nach liebevollen Worten. Nicht so eine Familie aus Texas.

Leslie Ray Charping aus Galveston in Texas hatte Krebs. Als er mit 75-Jahren starb, hinterließ er aber keine trauernde Familie. Seine Angehörigen tanzten quasi auf seinem Grab. In seinem Nachruf rechneten sie knallhart mit dem verstorbenen Vater ab, wie der Nachrichtensender Eyewitness News berichtet.

„Er lebte länger als erwartet und viel länger, als er verdient hätte“, heißt es dort. Er hinterlasse zwei erleichterte Kinder, sechs Enkel und weitere unzählige Opfer seiner Misshandlungen. „Mit seinem Tod wird er nur vermisst für das, was er nie war: ein liebender Ehemann, Vater und ein guter Freund.“ 

„Alkohol, Drogen und Sex“

Es geht sogar noch weiter: Die Tochter des Verstorbenen schreibt, dass das Leben ihres Vaters keinem erkennbaren Zweck diente. „Er besaß keine positiven Eigenschaften, außer seinem Sarkasmus, der zumindest unterhaltsam wer, wenn er mal nüchtern blieb.“ Und das war wohl selten der Fall.  „Er entwickelte sich schon früh zum Musterbeispiel schlechter Elternschaft, hatte geistige Probleme und eine Hingabe zu Alkohol, Drogen und Sex.“ 

Asche kommt in den Esel-Stall

Da überrascht es kaum, dass sich die Familie auch nicht die Mühe machte, den Verstorbenen trauernd zu beerdigen. Die Familie will seine Asche aufheben, bis das Streu für den Esel-Stall leer ist. Der Esel - wen wundert‘s - wurde nach Leslie Ray Charping benannt. Es gibt aber einen Trost für die ernüchterte Familie: „Sein Tod beweist, dass das Böse wirklich stirbt, und es beginnt hoffentlich eine Zeit, in der alle geheilt und in Sicherheit leben.“

Der Nachruf wurde inzwischen aus dem amerikanischen Bestattungs-Portal gelöscht. Gegenüber dem Nachrichtensender erklärte die Autorin aber, dass sie ihren Vater trotzdem geliebt habe - weil er ihr Vater war. Dass er ihr die bitterböse Abrechnung übel genommen hätte, glaubt die Frau übrigens nicht: „Als jemand, der Lügner hasste, hätte er meine Ehrlichkeit geschätzt.“

scw

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