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Die meisten erfassten Fälle von Internetkriminalität sind Betrugsdelikte.

Neuer BKA-Report

Mehr als 40 Millionen Euro Schaden durch Cybercrime

Wiesbaden - Das BKA veröffentlicht seinen neuen Report zum Thema Internetkriminalität. Im letzten Jahr entstanden dadurch 40,5 Millionen Euro Schaden - die Dunkelziffer ist vermutlich noch viel höher.

Der Schaden durch Computer- und Internetkriminalität hat sich im vergangenen Jahr nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) um 2,8 Prozent auf 40,5 Millionen Euro erhöht. Mit den insgesamt von der Polizei erfassten 40.500 Straftaten werde aber nur ein kleiner Teil der Fälle abgedeckt, teilte BKA-Präsident Holger Münch am Mittwoch mit. Das Dunkelfeld sei groß.

Dem BKA-Jahresbericht zufolge gehen die meisten Täter nach wie vor dezentral vor, kommen in kleinen Gruppen online zusammen, begehen Straftaten und trennen sich dann wieder. Allerdings habe sich auch im Internet die organisierte Kriminalität ausgebreitet. Nachdem im Jahr 2013 nur sechs Gruppierungen ermittelt worden seien, seien es im vergangenen Jahr schon 22 gewesen.

Polizei fordert mehr Computerexperten

Das BKA nannte den Computerbetrug mit 35,9 Millionen Euro Schaden als Schwerpunkt der Internetkriminalität. Dazu zähle als besonders perfide Tat etwa die Installation sogenannter Krypto-Ransomware. Dabei werden Dateien von Opfern verschlüsselt, der Computer ist nicht mehr nutzbar und ein Countdown zeigt auf dem Bildschirm an, wann Fotos, Musik oder andere Dateien gelöscht werden, falls das Opfer kein Lösegeld zahlt.

Die Gewerkschaft der Polizei forderte als Konsequenz des Berichts mehr Computerexperten für die Polizei. Die bisherigen Anstrengungen von Bund und Ländern reichten hier nicht aus. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter forderte darüber hinaus eine gesetzliche Verpflichtung für Internetprovider, ihre Zugangsdienstleistungen so zu gestalten, dass jederzeit eine Identifizierung und Überwachung eines verdächtigen Nutzers möglich sei.

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afp

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