Blitzeis-Alarm in weiten Teilen Deutschlands

Berlin - Überfrierender Regen und Blitzeis haben in Teilen Deutschlands erneut zu spiegelglatten Straßen geführt. Es kam im Straßenverkehr wieder zu erheblichen Behinderungen und allein im Südosten des Landes zu Hunderten Verkehrsunfällen.

Die Meteorologen geben für die nächsten Tage Entwarnung, da die Temperaturen ansteigen sollen. Im Süden Sachsen-Anhalts ereigneten sich am Morgen im Berufsverkehr mehr als 190 Karambolagen. Die Polizei appellierte an die Kraftfahrer, die Geschwindigkeit deutlich herabzusetzen und einen möglichst großen Sicherheitsabstand zu halten. Wer auf sein Fahrzeug verzichten könne, solle es stehen lassen.

Auch Sachsens Straßen waren gefährlich glatt. Die meisten Unfälle ereigneten sich in den Morgenstunden in Leipzig. Dort krachte es mehr als 200 Mal, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zumeist sei es bei Blechschäden geblieben. In Dresden registrierte die Polizei am Vormittag rund 140 Unfälle. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Laut Polizei passieren im Jahresdurchschnitt in der Landeshauptstadt täglich 43 Unfälle.

Meist blieb es bei Blechschäden

Meist nur Blechschäden gab es auch in Thüringen. Wegen eines Unfalls in Sachsen musste am Morgen zeitweise die Autobahn 4 zwischen Ronneburg und der Landesgrenze gesperrt werden. Betroffen waren vor allem die Nebenstraßen. Auf spiegelglatten Fahrbahnen rutschten insbesondere in der Gegend um Suhl und in der Region Altenburg vielfach Fahrzeuge ineinander. In Erfurt hätten vor allem Fußgänger auf den Gehwegen mit den widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen gehabt, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei in Brandenburg registrierte auf eisglatten Fahrbahnen Dutzende witterungsbedingte Unfälle. Zehn Personen wurden verletzt.

Mann stirbt bei Glatteisunfall

Eisregen behinderte zudem in weiten Teilen von Rheinland-Pfalz den Verkehr. Bei einem Unfall tödlich verletzt wurde ein 78 Jahre alter Autofahrer auf einer Kreisstraße bei Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis. Der Wagen war wegen Glätte von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt, wie die Polizei mitteilte. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Laut Polizei war es wegen des einsetzenden Regens am Morgen auch auf den Gehwegen glatt. Im Landkreis Fulda blieben am Donnerstag alle Schulen geschlossen. “Es ist zu gefährlich“, sagte ein Polizeisprecher. Die Straßen in Osthessen seien spiegelglatt. “Auf den Nebenstraßen geht gar nichts mehr.“ Das Glatteis habe alleine im morgendlichen Berufsverkehr in der Region 40 Unfälle verursacht, hinzu kämen weitere, die nicht aufgenommen werden könnten. “Wir können nicht mehr überall hinfahren“, fügte der Polizeisprecher hinzu.

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dapd

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