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„Bloß nicht über den Krieg reden!“ So berichtet die britische Tageszeitung „Daily Mail“ in ihrer Online-Ausgabe über den Hammer Besuch in Haworth.

Makaber: SS-Darsteller empfangen Deutsche

Bradford - Makabrer Scherz in England: Im Rahmen eines Empfangs für Gäste aus der Partnerstadt Hamm erlaubten sich die britischen Gastgeber einen Scherz der wohl eher daneben ging

Ende Mai war die Unions-Spitze für ein paar Tage in Bradford - auf Einladung der Tories, der britischen Konservativen. Städtepartnerschaft und Erfahrungsaustausch in Sozialbereich seien die Themen gewesen, sagt Fraktionsgeschäftsführer Michael Pricking. Auf dem Programm der gut 30-köpfigen Gruppe stand auch ein Ausflug ins idyllische Haworth, wo gerade das jährliche „40er-Jahre-Wochende“ gefeiert wurde.

Das sah Pricking zufolge so aus: Die Teilnehmer trugen Uniformen aus dem Zweiten Weltkrieg – sowohl britische als auch deutsche, französische und US-amerikanische, inklusive passender Orden und Bewaffnung. Die Damen hatten das Haar zeitgenössisch toupiert, man hörte Swing, die Popmusik der 1940er Jahre, und ein Winston-Churchill-Darsteller rief die Briten zum Widerstand gegen Hitler auf.

Und dann trafen die Deutschen der Gegenwart auf die Deutschen der Vergangenheit. Zwei Männer in SS-Uniformen liefen der Hammer Delegation über den Weg. „Das hat uns sehr verwundert“, sagt Pricking. „Und wir haben um eine Erklärung gebeten.“ Es sei doch nur ein Spaß, sollen die SS-Darsteller gesagt haben – so zitiert die britische Tageszeitung „Daily Mail“ Barry Thorne, den früheren Oberbürgermeister von Bradford, der die Christdemokraten nach Haworth begleitet hatte. Er sprach von einer schändlichen Szene und forderte, das Tragen von nationalsozialistischen Symbolen beim Festival künftig zu untersagen. Das Festkommittee hat dies laut „Daily Mail“ auch bereits in Aussicht gestellt.

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