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Schön langsam bei Rot fahren? So war der Blitzmarathon nicht gedacht. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Blitzmarathon: Zehntausende Raser erwischt

Zwei Millionen kontrollierte Fahrzeuge, 72 000 erwischte Raser: Die Polizei ist zufrieden mit der bundesweiten Bilanz des Blitzmarathons. Wenn bloß der positive Effekt etwas länger anhalten würde.

Düsseldorf (dpa) - Die Polizei hat beim Blitzmarathon in weiten Teilen Deutschlands rund 72 000 Raser erwischt. Bundesweit seien etwa zwei Millionen Fahrzeuge kontrolliert worden, teilte das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen mit.

Damit waren 3,6 Prozent der kontrollierten Fahrer zu schnell unterwegs - im vergangenen Jahr lag die Quote bei 2,8 Prozent.

"Das Gros der Autofahrer war angesichts der groß angekündigten Messstellen langsamer unterwegs", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Laut Polizei sind an normalen Tagen rund sechs Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell.

Die meisten Fahrzeuge wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen kontrolliert: 900 000 Mal lösten die Polizisten hier ihre Messgeräte aus, 29 000 Raser gingen dabei ins Netz.

Eine hohe "Trefferquote" erreichte die Polizei in Schleswig-Holstein: 4,7 Prozent der kontrollierten Fahrer hatten hier zu fest aufs Gaspedal getreten.

Im Fokus der Aktion steht die Vorbeugung von Unfällen, denn überhöhte Geschwindigkeit ist die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle mit Toten. "Mit dem Bleifuß setzt man alles aufs Spiel", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).

In Nordrhein-Westfalen ist der Blitz-Marathon seit 2010 ein Baustein der Strategie für mehr Verkehrssicherheit, im Oktober 2013 fand er zum ersten Mal bundesweit statt.

Diesmal waren von 16 Bundesländern nur 10 dabei. Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland machten nicht mit.

Pressemitteilung des bayerischen Innenministeriums

Pressemitteilung des Innenministeriums NRW

Pressemitteilung des Landespolizeiamtes Schleswig-Holstein

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