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So sieht der Gewöhnliche Teufelsabbiss aus.

Warum der "Teufelsabbiss" gewonnen hat

Das ist die "Blume des Jahres"

Hamburg - In Bayern und Baden-Württemberg blüht er noch, in Norddeutschland zählt er bereits zu den gefährdeten Pflanzenarten: der Gewöhnliche Teufelsabbiss. Loki Schmidts Naturschutzstiftung hat ihr jetzt den Titel „Blume des Jahres“ verliehen.

Der Gewöhnliche Teufelsabbiss blüht hellblau, violett und rosa und verdankt seinen Namen dem markanten Wurzelwuchs. Die Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg kürte die Pflanze am Dienstag zur „Blume des Jahres 2015“. Mit der Auszeichnung soll auf besonders geschützte Pflanzenarten aufmerksam gemacht und „das Bewusstsein für die anhaltende Bedrohung vieler heimischer Pflanzen und Tiere geschärft werden“, teilte die Naturschutzstiftung mit.

Die Blumen des Jahres seit 2000

Die Blumen des Jahres seit 2000

Die „Blume des Jahres“ repräsentiere immer auch einen bedrohten Lebensraum, hieß es weiter. So wachse der Gewöhnliche Teufelsabbiss in Moorgebieten und Uferzonen. „Hauptursache für die Gefährdung dieser Pflanze ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Feuchte Wiesen wurden entwässert, gedüngt oder zu Acker- und Bauland umgewandelt“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Axel Jahn. In Norddeutschland ist die Pflanze inzwischen vom Aussterben bedroht, im Schwarzwald und in den Alpen finden sich noch größerer Bestände.

Im Mittelalter wurde die Pflanze zur Blutreinigung und bei Nierenschwäche angewendet. Ihren ungewöhnlichen Namen erhielt sie aufgrund ihrer außergewöhnlichen Wurzel, die im Herbst von unten abstirbt. Einer Sage nach soll der Teufel aus Zorn über ihre Heilkraft die Wurzeln abgebissen haben.

Die 2010 gestorbene Biologin Loki Schmidt, Ehefrau des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt, hatte den Titel 1980 ins Leben gerufen. Vor einem Jahr ging er an die Schwanenblume.

dpa

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