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Es ist der blutigste Tag in Pakistan, seit Premierminister Sharif Anfang Juni das Ruder der Atommacht übernahm. Mehr als 170 Menschen werden bei Anschlägen getötet oder verletzt.

51 Tote bei Anschlägen

Blutiger Sonntag in Pakistan

Islamabad - Es ist der blutigste Tag in Pakistan, seit Premierminister Sharif Anfang Juni das Ruder der Atommacht übernahm. Mehr als 170 Menschen werden bei Anschlägen getötet oder verletzt.

Bei der schwersten Anschlagsserie in Pakistan seit der Amtsübernahme von Premierminister Nawaz Sharif vor knapp einem Monat sind am Sonntag mehr als 50 Menschen getötet worden. Mehr als 120 Menschen wurden bei den Anschlägen auf Angehörige der schiitischen Minderheit und der Sicherheitskräfte in den Provinzhauptstädten Quetta und Peshawar sowie im Stammesgebiet Nord-Waziristan verletzt, wie die Behörden mitteilten. Unter den Toten seien mindestens fünf Kinder.

Die Gewalt überschattete den Besuch des britischen Premierministers David Cameron in Islamabad. Bei seinem ersten Treffen mit seinem neuen pakistanischen Amtskollegen ging es auch um den Kampf gegen Extremismus in dem südasiatischen Atomstaat.

Bei einem Doppelanschlag auf Schiiten wurden in Quetta im Südwesten des Landes mindestens 29 Menschen getötet, darunter drei Kinder. Etwa 70 Menschen seien verletzt worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Zunächst habe sich ein als Frau verkleideter Selbstmordattentäter am Eingang einer schiitischen Moschee in die Luft gesprengt. Wenige Minuten später sei ein Sprengsatz in einem Einkaufszentrum in derselben von Schiiten bewohnten Gegend detoniert.

Bei einem Autobomben-Anschlag in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar wurden nach Krankenhausangaben mindestens 18 Zivilisten getötet, darunter zwei Kinder, und 46 weitere Menschen verletzt. Bei einem zweiten Anschlag nur wenige Stunden später wurden im Stammesgebiet Nord-Waziristan an der afghanischen Grenze vier Soldaten getötet und zehn weitere verwundet, wie das Militär mitteilte.

Die Taliban greifen in Peshawar, der umliegenden Provinz Khyber-Pakhtunkhwa und den nahen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan regelmäßig Sicherheitskräfte an. Die schiitische Minderheit in Pakistan wird zudem immer wieder zum Ziel militanter Sunnitengruppen.

dpa

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