Ein Sarg wird nach dem Familiendrama in Villingendorf in einen Leichenwagen gehoben. Foto: Marijan Murat
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Ein Sarg wird nach dem Familiendrama in Villingendorf in einen Leichenwagen gehoben. Foto: Marijan Murat
Polizeibeamte durchsuchen ein Waldstück bei Villingendorf. Foto: Sebastian Gollnow
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Polizeibeamte durchsuchen ein Waldstück bei Villingendorf. Foto: Sebastian Gollnow
Polizisten beim Einsatz in Villingendorf. Foto: Sven Friebe
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Polizisten beim Einsatz in Villingendorf. Foto: Sven Friebe
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung vor dem Haus in Villingendorf. Foto: Christoph Schmidt
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Ein Mitarbeiter der Spurensicherung vor dem Haus in Villingendorf. Foto: Christoph Schmidt
Auch mit Hubschraubern wurde nach dem Mörder von Villingendorf gesucht. Foto: Marijan Murat
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Auch mit Hubschraubern wurde nach dem Mörder von Villingendorf gesucht. Foto: Marijan Murat

Hinweis aus der Bevölkerung

Mutmaßlicher Todesschütze von Villingendorf gefasst

Die Handschellen klicken kurz nach dem Hinweis eines Bürgers: Tagelang hatte ein Großaufgebot nach dem mutmaßlichen Todesschützen gesucht. Jetzt wurde er nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt von zwei Streifenpolizisten gefasst - auf offener Straße.

Villingendorf (dpa) - Der mutmaßliche Todesschütze von Villingendorf am Rand des Schwarzwalds ist der Polizei wenige Tage nach der Bluttat ins Netz gegangen. Um 16.30 Uhr am Dienstag erhielt das Polizeirevier in Rottweil einen Hinweis aus der Bevölkerung, wie ein Polizeisprecher erzählte.

Schon zehn Minuten später - also gegen 16.40 Uhr - traf eine Zweimannstreife auf den 40 Jahre alten Gesuchten. "Sie sind vorläufig festgenommen", rief ein Polizist ihm zu. Der Flüchtige leistete keinen Widerstand, die Handschellen klickten. Bei dem Kroaten stellte die Polizei nach dpa-Informationen auch eine Langwaffe sicher, die seit den tödlichen Schüssen auf die drei Opfer am vergangenen Donnerstag vermisst worden war.

Bis zum Eintreffen weiterer Ermittler sicherten die Beamten den mutmaßlichen Dreifachmörder im Polizeiauto. Am Abend wurde der 40-Jährige in die Kriminalpolizeidirektion nach Rottweil gebracht.

Der Kroate steht unter dringendem Verdacht, am vergangenen Donnerstagabend seinen sechs Jahre alten Sohn, den neuen Partner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen zu haben. Sein Sohn war wenige Stunden vor dem Verbrechen eingeschult worden. Die Ex-Frau des Mannes konnte fliehen; sie war danach von der Polizei an einem sicheren Ort untergebracht und rund um die Uhr bewacht worden.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) zeigte sich nach der Festnahme "total erleichtert und stolz". "Ich bin erleichtert, dass der Tatverdächtige gefasst ist und keine Gefahr mehr für die Bürgerinnen und Bürger darstellt. Die schreckliche Bluttat und der flüchtige Tatverdächtige haben die Menschen tief aufgewühlt und verunsichert", sagte Strobl nach der Festnahme. Am Mittwoch will die Polizei weitere Informationen bekanntgeben.

Mit dem Fall hatte sich die aus 63 Beamten bestehende Sonderkommission "Hochwald" befasst. Die Ermittler hatten offensiv nach dem Kroaten gefahndet, auch im Ausland wurde nach dem 40-Jährigen gesucht. Mehrere Hundert Anrufe gingen auf dem Hinweis-Telefon der Sonderkommission ein, wie die Polizei mitteilte. Der entscheidende Hinweis jedoch kam dann über die 110.

Am Dienstag hatte die Polizei noch ein letztes Mal mit rund 100 Beamten in einem Waldgebiet rund um Villingendorf im Kreis Rottweil nach Spuren des Täters gesucht. Nach dem Verbrechen sollen dort Schüsse gefallen sein, so zumindest hieß es in Hinweisen aus der Bevölkerung.

Die Staatsanwaltschaft setzte am Dienstag zudem eine Belohnung von bis zu 5000 Euro aus. Am Abend wollte die Polizei bei einer regulären Elternversammlung Fragen beantworten und darauf hinweisen, dass es sich um eine Beziehungstat handele und Unbeteiligte nichts zu befürchten hätten. Doch dann kam die Festnahme.

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