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Polizisten und Helfer legen am Samstag am Bodenseeufer nahe Bregenz eine Plastikplane neben einem Zelt aus, um darauf Wrackteile eines verunglückten Kleinflugzeugs zu deponieren.

Fieberhafte Suche nach verschollenem Flugzeugwrack

Bregenz - Das Wrack des abgestürzten Kleinflugzeugs im Bodensee scheint verschollen. Die Polizei sucht das ganze Wochenende mit Spezialgerät und Tauchern nach zwei Toten. Wo sind die Leichen und der Rumpf des Fliegers?

Am Bodensee haben Rettungskräfte am Wochenende weiter die beiden Opfer eines Flugzeugabsturzes vom Freitag gesucht. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei dem Piloten um einen 55 Jahre alten Mann aus dem österreichischen Bludenz in Vorarlberg. In ersten Meldungen hatte die Polizei das Alter mit 51 Jahren angeben.

Laut Mitteilung waren die Identität des Passagiers und die Unglücksursache zunächst weiter unklar. Hinsichtlich des Unfallhergangs gebe es widersprüchliche Zeugenaussagen. Bis zu einem endgültigen Ergebnis werde es noch einige Zeit dauern. Auch das Wrack blieb vorerst spurlos verschwunden.

Nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA war das Flugzeug am Flugplatz Hohenems zu einem Charter-Rundflug gestartet. Das Kleinflugzeug stürzte daraufhin bei Bregenz (Österreich) rund 1500 Meter vom Ufer entfernt in den See. Nachts hatten die Einsatzkräfte die Suche jeweils unterbrochen. Tagsüber suchten sie unter anderem mit einem Sonargerät der deutschen Wasserschutzpolizei Lindau und einem Unterwasserroboter mit Kamera weiter.

Zunächst fanden die Helfer kleine Einzelteile des Flugzeugs, weder aber die beiden Menschen noch den Flugzeugrumpf. “Der Einsatz gestaltet sich insofern schwierig, als dass sich die Absturzstelle im Bereich der Mündung der Bregenzer Ache befindet und sich dort viele Gegenstände wie Baumstämme Unterwasser befinden, die vom Sonar wahrgenommen werden“, teilte die Polizei mit. “Zusätzlich kommen die große Tiefe von circa 50 Metern und die schlechte Sicht hinzu, die auch für die Taucher problematisch sind.“

Polizeiboote aus Bregenz, Lindau und Überlingen waren im Einsatz, ein Hubschrauber, die Wasserrettung, Feuerwehrleute und Polizisten. Ein Flugunfallexperte des Verkehrsministeriums aus Wien hilft bei den Ermittlungen zur Unfallursache. Sobald die Absturzstelle ausgemacht ist, soll an der Stelle eine spezielle Wasserarbeitsplattform genutzt werden.

dpa

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