Nichts für schwache Nerven

Klinik warnt mit diesem Schockbild vor gefährlichen Böllern

Dortmund - Jedes Jahr verletzten sich an Silvester Dutzende Menschen beim Abbrennen von gefährlichen Böllern. Mit einem Schock-Bild warnt nun das Klinikum Dortmund vor den Gefahren. Achtung, im Artikel wird das Foto gezeigt.

Auch in diesem Jahr werden die Deutschen zum Jahreswechsel wieder Feuerwerk für schätzungsweise knapp 130 Millionen Euro in den Himmel schießen. Besonders beliebt sind neben Raketen und ganzen Batterien auch Böller, die bei Explosion in der Hand schlimme Verletzungen verursachen können. Vor allem illegales Feuerwerk ist oft hochgefährlich.

Das mittlerweile vom Twitter-Kanal des Klinikums Dortmund gelöschte Schockbild. 

Um auf die Gefahren hinzuweisen, greift das Klinikum Dortmund zu drastischen Mitteln. Auf Twitter veröffentlichte das Klinikum ein Foto, welches eine vernarbte Hand mit drei fehlenden Fingern zeigt. Offenbar weggefetzt von einem Böller. Dazu schreibt das Krankenhaus: „An alle ‘Knall-Köppe‘, die Silvester den Kick suchen: Keine illegalen Böller kaufen! Gruß aus der Unfallklinik Dortmund“ Mittlerweile hat das Krankenhaus seinen Tweet auf Twitter entfernt.

Damit die Neujahrs-Knallerei nicht zum Desaster wird, sollten sie beim Kauf und Abbrennen von Knallkörpern und insbesondere Böllern auf folgende Dinge unbedingt Acht geben. 

Bei Böllern auf Kennzeichnung achten

Ein CE-Zeichen samt vierstellige Nummer. Auch das Kürzel F2 ist auf dem Knaller zu sehen. Ein weiteres Kennzeichen ist das Siegel der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), bestehend aus den Kürzeln BAM, F2 und einer Zahl.

Blindgänger nicht erneut zünden

Wenn Böller nicht funktionieren, sollte man das Abfeuern nicht erneut versuchen. Im Extremfall kann der Blindgänger sonst beim Anfassen explodieren. Nach 15 Minuten nähert man sich dem Blindgänger, legt ihn in einem Eimer mit Wasser und entsorgt in anschließend im Hausmüll.

Keine illegalen Böller kaufen

Blitzknallkörper sind in Deutschland verboten. Solche aus Osteuropa eingeschmuggelten Böller mit sogenanntem Blitzknallsatz, einer Mischung aus Kaliumperchlorat und Aluminiumpulver, können demnach vorzeitig explodieren und gefährliche Verletzungen verursachen - bis hin zum Verlust von Fingern.

Knallzeiten beachten

Für Feuerwerkskörper der Kategorie F2 gilt eine strikte "Knallzeit": Sie dürfen nur am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden.  Das Böllern in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern oder Tankstellen ist grundsätzlich nicht erlaubt.

Weitere Tipps für ein gelungenes Silvester-Fest. 

ep/dpa/AFP

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