1. Startseite
  2. Welt

12-Jährige in Italien wohl vom Nachbarn vergewaltigt: Vater stellt Lynch-Mob zusammen und findet Täter

Erstellt:

Kommentare

Ein italienisches Polizeiauto vor einem Gebäude.
Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung in Bologna musste die italienische Polizei eingreifen. (Symbolbild) © Alessandro Di Marco/dpa

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer 12-Jährigen in Italien wollten Verwandte wohl Selbstjustiz am vermeintlichen Täter ausüben. Die Polizei schritt ein.

Bologna - In Italien ist es laut mehreren Medienberichten beinahe zu einem Lynchmord gekommen. Auslöser war demnach die mutmaßliche Vergewaltigung eines zwölfjährigen Mädchens in Bologna durch ihren 30-jährigen Nachbarn. Beim Versuch des Vaters des betroffenen Mädchens, mit der Hilfe mehrerer Verwandter Selbstjustiz zu betreiben, schritt letztlich die Polizei ein.

Italien: 12-Jährige wohl von Nachbar vergewaltigt – Verwandte gehen auf mutmaßlichen Täter los

Wie die Tageszeitung Corriere di Bologna am Montag (23. August) berichtete, sei das Mädchen stets lebensfroh gewesen. Nachdem sich das für einige Tage änderte, sei ihr Vater skeptisch geworden. Daraufhin habe ihm die Zwölfjährige dem Bericht zufolge offenbart, dass sie von einem 30 Jahre alten Nachbarn vergewaltigt worden sei.

Der Vater habe am Samstag (21. August) umgehend eine „Schar an Freunden und Verwandten“ zusammengerufen, berichteten die italienischen Medien weiter. Gemeinsam sei die Menge zum Haus des mutmaßlichen Täters gegangen. Als der 30-Jährige seine Tür öffnete, soll die Gruppe den 30-Jährigen überwältigt und stark auf ihn eingeprügelt haben. Weitere Anwohner, die das Geschehen beobachteten, alarmierten demnach die Polizei.

Italien: Polizei verhindert Lynchmord – Mann rechtfertigt sich

Die Einsatzkräfte seien den Berichten zufolge innerhalb weniger Minuten eingetroffen und hätten dadurch den Tod des mutmaßlichen Vergewaltigers verhindert. Laut Corriere di Bologna wurde der 30-Jährige noch vor Ort von den Polizisten festgenommen. Wie La Stampa berichtet, sollen die Beamten ein Video der Tat auf seinem Smartphone gefunden haben.

Der Mann habe folgendermaßen versucht, sich für den Missbrauch zu rechtfertigen: „Sie war einverstanden. Wenn sie es nicht gewollt hätte, hätte ich nichts getan“, wird der 30-Jährige von der lokalen Tageszeitung Il Resto del Carlino zitiert. Die Ermittlungen der Behörden dauern den Medienberichten zufolge weiter an. Das zwölfjährige Mädchen wird demnach psychologisch und medizinisch betreut. Bislang sei unklar, ob auf den aufgebrachten Vater und den Rest der Menge ein Verfahren zukommt.

Derweil hat sich in Turin eine Tragödie abgespielt. Im Norden stürzte ein Haus ein, die Feuerwehr begab sich auf die Suche nach Opfern - und fand einen leblosen Jungen.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion