Von Kampfjet eskortiert

Bomben-Alarm in Flugzeug - Mann festgenommen

Manchester - Ein Kampfflugzeug der britischen Luftwaffe hat nach einer möglichen Bombendrohung einen Passagier-Jet der Qatar Airways auf den Flughafen Manchester geleitet. Dort wurde ein Mann festgenommen.

Der Pilot habe über Funk bekanntgegeben, dass sich eine Bombe an Bord befinden könne, teilte die Polizei in Manchester mit. Einem Statement der Royal Air Force zufolge landete der Jet mit 269 Passagieren und 13 Crewmitglieder an Bord sicher. Der vorübergehend gesperrte Flughafen wurde nach etwa 20 Minuten wieder für den Flugverkehr geöffnet, wie die BBC berichtete. Nach Angaben der Polizei wurde einer der Passagiere abgeführt.

Der Zwischenfall sei als "Notfall" eingestuft worden, erklärte der Sprecher der Polizei von Manchester, John O'Hare. Bei der Landung wurde ein Passagier laut Polizei wegen des "Verdachts" festgenommen, "falschen Bombenalarm" ausgelöst zu haben.

Der Pilot des Airbus A330 habe einen verdächtigen Gegenstand an Bord der Maschine gemeldet, woraufhin die britische Luftwaffe das Flugzeug bis zur Landung eskortiert habe, sagte der Polizeisprecher. An Bord der aus Doha kommenden Maschine waren 269 Menschen. Es sei "unerlässlich", eine solche Situation als Notfall zu behandeln, sagte O'Hare. Auch Qatar Airways bestätigte, dass die Besatzung eine "Drohung" erhalten und umgehend die britischen Behörden verständigt habe.

Bei der Landung der Maschine nahm die Polizei nach eigenen Angaben einen Passagier aus dem Flugzeug fest. Von Passagieren aufgenommene Bilder, die im Internet verbreitet wurden, zeigten zwei Polizisten und einen Mann in Handschellen, der abgeführt wurde. Sky News und BBC News zeigten außerdem ein Bild, auf dem die Qatar-Airways-Maschine in Begleitung des britischen Kampfjets zu sehen war.

Nach Polizeiangaben landete das Flugzeug sicher in Manchester. Starts und Landungen am dortigen Flughafen wurden wegen des Vorfalls am frühen Nachmittag für 25 Minuten eingestellt. Später erklärte die Polizei im Internetdienst Twitter, der Betrieb laufe wieder normal. Den Vorfall stufte sie als "Einzelfall" ein.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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